Version 0.9 · Preprint / Framework Paper · FORSCH-PROV0420 (Nummer provisorisch) · Stand 06.10.2026
| Feld | Angabe |
|---|---|
| Autor | Thomas Schüller (Forscher), ORCID 0009-0003-9799-6747 |
| Autorenmarke | Thomas Schüller · Syntagma Forschung · Wien (kein eigenes Rechtssubjekt) |
| Affiliation | Unabhängiger Forscher, keine institutionelle Anbindung |
| Korrespondenz | forschung@tschueller.com |
| Ablage | forschung.tschueller.com · syntagma-science.com |
| Finanzierung | selbstfinanziert |
| Interessenkonflikte | keine |
| Lizenz | CC BY 4.0 |
| Datenstatus | keine experimentellen Rohdaten; zehn numerische Minimalmodelle reproduzierbar (Abschnitt 14, Anhang C) |
| Quellenstatus | 50 Angaben geprüft (Verlag, Normenregister, Volltext), 12 in Anhang I.2 als offen gekennzeichnet; diese betreffen fast ausschließlich Auflage und ISBN von Lehrbüchern und Erstausgaben |
| Strang | FORSCHUNG (freier Kanal, Zubringer). Werkzeuge laufen ausschließlich über die Plattform syntagma-science, siehe Anhang G |
Diese Fassung beansprucht keine neue Grundphysik. Sie ist ein Ordnungsrahmen für Messbarkeit, Rekonstruierbarkeit und Falsifizierbarkeit physikalischer Messketten.
Am Werk selbst nichts. Kein Ergebnis, kein Beweis, keine Zahl, kein Anhang hat sich geändert. Diese Fassung macht das Bündel um das Werk herum veröffentlichungsfähig; die Nummer wird mitgezogen, damit Werk und Bündel nicht auseinanderlaufen.
| Nr. | Änderung | Grund |
|---|---|---|
| 1 | VEROEFFENTLICHUNG.md neu im
Hauptordner: der Ablauf in einem Stück — die sieben Entscheidungen, die
alles blockieren, die Reihenfolge Plattform → Ablage → Zeitschriften,
abhakbare Schritte je Strang |
der Ablauf stand bisher verteilt in Übergabe, Betriebshandbuch und Upload-Hinweisen; beim Veröffentlichen braucht man ihn an einer Stelle |
| 2 | Landeseite um Rechtliches ergänzt: Impressum, Nutzungsbedingungen, Datenschutz, Lizenzen für Werk und Werkzeug getrennt, Haftungshinweis | ohne diese Angaben ist eine Seite nicht veröffentlichungsfähig |
| 3 | Landeseite um den Verbund der Marken ergänzt | wer zitiert, zitiert Syntagma; wer lizenziert, kauft beim zuständigen Strang. Das war nirgends ausgesprochen |
| 4 | Zitierweise im Autorenverzeichnis richtiggestellt — sie stand noch auf Version 0.3 — und um Prüfpunkte je Fassung ergänzt | eine veraltete Zitiervorlage erzeugt falsche Zitate, und zwar dauerhaft |
Damit ist das Material fertig. Offen sind nur noch
die sieben Entscheidungen in VEROEFFENTLICHUNG.md Abschnitt
1; sie liegen sämtlich beim Autor und lassen sich aus dem Material nicht
ableiten.
Diese Fassung ändert kein Ergebnis und keinen Beweis. Sie zieht die Offenlegungsgrenze ausdrücklich, statt sie vorauszusetzen.
| Nr. | Änderung | Grund |
|---|---|---|
| 1 | Anhang G.6 neu: Eigenschutz und Offenlegungsgrenze nach REGEL-PROV0002 | das Werk steht neben einem kostenpflichtigen Angebot; wer das nicht ausspricht, lässt die Frage offen, ob hier etwas zurückgehalten wird |
| 2 | Für jeden Bestandteil ist benannt, ob er offen ist und warum — einschließlich dessen, was gar nicht erst enthalten ist | Behauptung ohne Beleg wäre Werbung; Beleg ohne Grenze wäre eine Bauanleitung |
| 3 | Überprüfbarkeit geht vor Schutz ist als Vorrang festgehalten | ein Rahmen, der sich nicht widerlegen lässt, trägt kein Angebot |
| 4 | Die Wahl beim Browser-Werkzeug ist getroffen und begründet: MESSWERK bleibt offen auf der Plattformseite | „im Browser” und „Rechenkern intern” schließen einander aus; die Regel verlangt eine bewusste Wahl statt einer stillschweigenden |
| 5 | REGEL-PROV0002 liegt als eigene Datei im Bündel, der Übernahmeblock deckt jetzt beide Regeln | sie gilt für alle Stränge, nicht nur für dieses Vorhaben |
Sachlich unverändert: Messkette, Sätze 1 und 2, Klassifikation A/B/C, Numerik, Versuchsprotokoll, Literatur, Quellen-Prüfliste, Lizenzstufen, Aktiv-Passiv-Zuordnung.
Diese Fassung ändert kein Ergebnis und keinen Beweis. Sie verankert eine strangübergreifende Regel, die bisher nur als Entscheidung bestand.
| Nr. | Änderung | Grund |
|---|---|---|
| 1 | Anhang G.5 neu: Aktivfassung und Passivfassung nach REGEL-PROV0001 | die Grenze, was auf eine Ablage darf, war bisher für dieses Vorhaben beschrieben, aber nicht als allgemeine Regel gefasst |
| 2 | Der Grenzfall Rechenskripte ist entschieden: sie sind Passivfassung und bleiben auf der Ablage | ohne sie wäre der Beitrag nicht nachprüfbar; Nachprüfbarkeit ist der Grund, überhaupt abzulegen |
| 3 | Der Unterschied zwischen freiem Nachrechnen und lizenziertem Werkzeug ist in G.5 ausgesprochen statt vorausgesetzt | wer die Zahlen dieses Werks prüfen will, braucht das Werkzeug nicht; das Werkzeug rechnet mit fremden Messketten |
| 4 | Die Regel liegt als eigene Datei im Bündel
(regelwerk/), dazu ein Übernahmeblock für das zentrale
Regelwerk |
sie gilt für alle Vorhaben, nicht nur für dieses |
Sachlich unverändert: Messkette, Sätze 1 und 2, Klassifikation A/B/C, Numerik, Versuchsprotokoll, Literatur, Quellen-Prüfliste, Lizenzstufen.
Diese Fassung ändert kein Ergebnis und keinen Beweis. Sie stellt die Verwertung auf Plattformfokus um.
| Nr. | Änderung | Grund |
|---|---|---|
| 1 | Anhang G neu gefasst: syntagma-science ist der Zielort, der freie Forschungskanal der Zubringer | Werkzeuge laufen ab jetzt ausschließlich über die Plattform; Zenodo trägt kein Werkzeug, auch keine Vorschaufassung |
| 2 | Lizenzstufen L0–L3 und sechs Produktklassen nach LIZ-PROV0001 in Anhang G.2 und G.3 aufgenommen | die Zuordnung war bisher nur als vier Leistungsstufen im Angebot beschrieben und nicht im Werk selbst |
| 3 | Anhang H umgestellt: Reihenfolge Plattform → Ablage → Zeitschriften | eine Verweisung braucht ein Ziel; die Plattform muss vor der Ablage stehen |
| 4 | Zenodo-Bündel eigens aufbereitet (Anhang H.2,
Ordner zenodo-upload/) |
Arbeitsbündel und Veröffentlichungsbündel sind nicht dasselbe; auf die Ablage gehört nur das Freie |
| 5 | Jede Ablage des Preprints trägt den Verweis auf syntagma-science | das Preprint ist Reichweitenkanal, nicht Selbstzweck |
Sachlich unverändert: Messkette, Sätze 1 und 2, Klassifikation A/B/C, Numerik, Versuchsprotokoll, Literatur, Quellen-Prüfliste.
Diese Fassung ändert kein Ergebnis und keinen Beweis. Sie arbeitet die Quellenprüfung ein, die in Version 0.4 als einziger offener Arbeitsgang ausgewiesen war.
| Nr. | Änderung | Grund |
|---|---|---|
| 1 | ISO 12233:2023 → ISO 12233:2024 in Abschnitt 19.3, Abschnitt 19.6 und Anhang D | die fünfte Ausgabe löst die Ausgabe 2023 ab und führt zugleich einen geänderten Titel: „Digital cameras — Resolution and spatial frequency responses“ |
| 2 | IEC TR 60825-14:2022 (Ed. 2.0) statt der undatierten Nennung; Stand von IEC 60825-1 Ed. 4 vermerkt | ein undatierter Normverweis ist in einem Versuchsprotokoll nicht nachvollziehbar |
| 3 | Mezghani, Antreich & Nossek (2010): der Konferenzbeitrag WSA 2010, Bremen, 143–150, DOI 10.1109/WSA.2010.5456454 ist jetzt die Primärquelle, arXiv:1010.5532 das Preprint | der Faktor in Klasse B stützt sich damit auf die begutachtete Fassung |
| 4 | Kalman (1963): Zeitschriftenname auf Journal of the Society for Industrial and Applied Mathematics, Series A: Control korrigiert | SIAM Journal on Control ist der spätere Name derselben Zeitschrift, 1963 noch nicht geführt |
| 5 | Sechs fehlende DOIs ergänzt: Krener & Ide, Galiffi et al., Hansen, Janesick, Stadler, Amari (2016) | in v0.4 ohne Kennung oder nur mit ungeprüfter ISBN |
| 6 | Heftangaben bei zehn Einträgen nachgetragen (u. a. Paris, Bellman & Åström, Berreman, Shannon, Landauer, Hempel) | die Seitenangabe allein identifiziert den Jahrgangsband nicht eindeutig |
| 7 | Anhang D auf eine durchgehend alphabetische Liste umgestellt | die Zweiteilung in „mit DOI geprüft“ und „weitere Quellen“ war nach der Prüfung gegenstandslos |
| 8 | Anhang I gegliedert in I.1 geprüft, I.2 weiterhin offen, I.3 was die Prüfung am Werk geändert hat | der Leser soll die verbliebenen Lücken in einem Blick sehen |
| 9 | Offene Einträge von 25 auf 12 gesenkt, geprüfte von 23 auf 50; die verbliebenen betreffen fast ausschließlich Auflage und ISBN von Lehrbüchern und Erstausgaben | die inhaltlich tragenden Quellen sind jetzt vollständig nachgewiesen |
Was weiterhin aussteht: die Auflagenwahl bei vierzehn Lehrbüchern und drei Erstausgaben, der Ausgabestand von JCGM 100/200 und EMVA 1288 sowie das Abrufdatum des SEP-Eintrags. Diese Punkte sind in Anhang I.2 einzeln aufgeführt und vor einer Journalfassung zu schließen.
| Nr. | Änderung | Grund |
|---|---|---|
| 1 | Die Lückenbehauptung ist überall an die durchsuchten Literaturstränge gebunden statt absolut formuliert | Redlichkeit: Die Recherche war nicht erschöpfend |
| 2 | Klasse C um drei Fälle erweitert: EMCCD bei niedriger Verstärkung, Quantisierung außerhalb der Grenzfälle, allgemein heteroskedastisches Rauschen | Vollständigkeit der Klassifikation |
| 3 | Abschnitt 5.5 um Noise Coefficient (Chao, Ward & Ober) und die Stam-Ungleichung ergänzt | zwei weitere benachbarte Begriffe, die abzugrenzen sind |
| 4 | Neuer Abschnitt 7.1: Rayleigh und Sparrow als Spezialfälle einer Schwelle für | die Fisher-Information ist das schärfere Kriterium; die klassischen Kriterien lassen sich einordnen statt verwerfen |
| 5 | Konvention für den Überschussrauschfaktor ausdrücklich festgelegt | Robbins & Hadwen definieren , andere Arbeiten die quadrierte Größe — ohne Festlegung sind die Faktoren 2 und 1/2 nicht nachvollziehbar |
| 6 | Quantengrenzen unter Rauschen (Escher et al.) und Monotonie der Quanten-Fisher-Information unter CPTP-Abbildungen ergänzt | schließt Abschnitt 13 an die Datenverarbeitungsungleichung an |
| 7 | Neuer Anhang H: Veröffentlichungsweg mit Zeitschriftenmatrix und der seit 21.01.2026 geänderten arXiv-Endorsement-Regel | war bisher nur in der Übergabe vermerkt |
| 8 | Neuer Anhang I: Quellen-Prüfliste mit Status je Angabe | trennt geprüfte von ungeprüften Literaturangaben nachvollziehbar |
| 9 | Literaturverzeichnis um zwölf Einträge erweitert | Chernoff, Amari (2001), Chao et al., Hynecek & Nishiwaki, Mortensen et al., Escher et al., Paris, Gan & Law, Aspden et al., Worrall, Earman & Norton, Stadler |
| Nr. | Änderung | Grund |
|---|---|---|
| 1 | Der Kernsatz ist ausdrücklich als Beobachtungsäquivalenz im Sinne von Rothenberg (1971) ausgewiesen und nicht mehr als eigener Befund gerahmt | Literaturprüfung: Der Satz ist seit 1971 Standard. Der Beitrag liegt in der Übertragung auf physikalische Messketten, nicht in der Aussage |
| 2 | Das Separierbarkeitskriterium ist als Satz 1 mit Äquivalenzbeweis formuliert, nicht mehr als Bedingung behauptet | ist auf zusammenhängendem Produktgebiet äquivalent zur Produktform |
| 3 | Neue, schärfere Fassung über Stufeneffizienzen (Satz 2) | Die Teleskopdarstellung ist trivial. Die eigentliche Behauptung ist, dass nur von den Parametern der eigenen Stufe abhängt |
| 4 | Klassifikation der Vorwärtsmodelle in drei Klassen mit Belegen und Gegenbeispielen (Abschnitt 5.6) | Die offene Frage aus v0.2 ist damit für die wichtigsten Kanalklassen beantwortet |
| 5 | Abgrenzung zur Parameter-Orthogonalität (Cox & Reid 1987) und zur Theorie kaskadierter Detektoren (DQE) | Beide sind die nächstverwandten Literaturstränge; die DQE-Theorie verneint die allgemeine Produktform ausdrücklich |
| 6 | Vier neue numerische Minimalmodelle M7–M10 samt Abbildungen 6–9 | Stufeneffizienz, Separierbarkeitskarte, Qubit-Dephasierung, Spaltversuch |
| 7 | Vollständiges Versuchsprotokoll für den optischen Spaltversuch (Abschnitt 19) | v0.2 nannte den Versuch nur als offenen Punkt |
| 8 | Neuer Abschnitt Wiener Linie und Wissenschaftsphilosophie der Messbarkeit (Abschnitt 16) | Mach, Boltzmann, Bridgman, Wiener Kreis, Schrödinger, moderne Messtheorie |
| 9 | Neuer Abschnitt Abgrenzung zur Beobachtbarkeitstheorie (Abschnitt 17) | Kalman und Hermann-Krener sind die nächstliegende Konkurrenzformulierung |
| 10 | Literatur erweitert und mit DOI belegt; Anhang F nennt, was in der Literatur nicht gefunden wurde | Einordnung des eigenen Beitrags |
Diese Arbeit formuliert einen informationsbasierten Ordnungsrahmen für physikalische Messbarkeit und Rekonstruierbarkeit. Der Anspruch ist nicht, neue Grundphysik einzuführen, sondern etablierte Konzepte aus Wellentheorie, Elektrodynamik, Streutheorie, Signaltheorie, Digitalisierung und Quantenmessung entlang einer gemeinsamen Messkette zu ordnen:
Der Ausgangspunkt ist die Beobachtungsäquivalenz: Gilt für , ist eindeutige Rekonstruktion aus diesem Messkanal ausgeschlossen. Diese Aussage ist nicht neu; sie ist die Definition der Identifizierbarkeit eines parametrischen Modells, und ihre lokale Fassung ist seit Rothenberg (1971) äquivalent zur Regularität der Fisher-Informationsmatrix. Der Beitrag dieser Arbeit liegt in zwei Punkten.
Erstens wird die diagnostische Arbeitsgröße als effektives Signal-Rausch-Verhältnis definiert und für den skalaren Gauß-Kanal exakt aus der Fisher-Information hergeleitet: mit gilt . Zweitens erhält die Produktform
ein prüfbares Gültigkeitskriterium: Sie ist auf einem zusammenhängenden Produktgebiet genau dann exakt, wenn additiv separierbar ist. Schärfer formuliert über Stufeneffizienzen lautet die Behauptung, dass jede nur von den Parametern ihrer eigenen Stufe abhängt. Für drei Klassen von Vorwärtsmodellen wird das entschieden: multiplikative Transmission mit einstufigem Rauschen und Poisson-Verdünnung erfüllen das Kriterium exakt; EMCCD bei hoher Verstärkung und Ein-Bit-Quantisierung bei kleinem Signal-Rausch-Verhältnis asymptotisch; mehrstufige Rauscheinkopplung, der Übergang zwischen Schrot- und Leserauschen, Nichtlinearität und Sättigung verletzen es.
Zehn numerische Minimalmodelle mit festem Zufallssaat belegen die Aussagen, darunter eine Separierbarkeitskarte über Signalniveau und Leserauschen und ein vollständig durchgerechneter optischer Spaltversuch. Die wissenschaftliche Belastbarkeit liegt in Falsifikationsbedingungen.
Schlüsselwörter: Messbarkeit; Rekonstruierbarkeit; Identifizierbarkeit; Beobachtungsäquivalenz; Fisher-Information; Separierbarkeit; kaskadierte Systeme; Wellenvektorübertrag; Kohärenz; inverse Probleme; Quantenmessung.
Physikalische Messungen werden häufig über einzelne Begriffe beschrieben: Signalstärke, Frequenz, Wellenlänge, Reflexion, Auflösung, Rauschen, Detektion. Diese Begriffe sind notwendig, aber allein nicht ausreichend. Ein starkes Signal kann wenig über den gesuchten Zustand verraten. Ein lokales Nullsignal kann durch destruktive Interferenz entstehen. Ein digital scharfes Ergebnis kann auf grober Quantisierung oder algorithmischen Priors beruhen. Ein reflektiertes Signal kann Energie enthalten, aber Richtungs- und Phaseninformation verloren haben.
Die zentrale Frage lautet daher nicht, ob ein Signal existiert, sondern:
Welche Zustandsinformation ist im Signal unter den gegebenen physikalischen und messtechnischen Bedingungen unterscheidbar?
Der Beitrag ist kein neues Naturgesetz. Er ist ein Rahmenmodell, das bestehende physikalische Beschreibungen entlang der Frage nach Messbarkeit ordnet, und — seit Version 0.2 — die Angabe der Bedingungen, unter denen die dabei benutzte Arbeitsgröße zulässig ist. Version 0.3 beantwortet diese Frage für die wichtigsten Kanalklassen.
Das Modell beansprucht keine neue Grundphysik. Es ersetzt keine Maxwell-Gleichungen, keine Quantenmechanik, keine Streutheorie, keine Fourieroptik, keine Informationstheorie und keine Theorie inverser Probleme. Es ist ein Ordnungsrahmen.
Sein Zweck ist, die Messfrage explizit zu machen:
Das Modell ist methodisch, nicht fundamentalistisch.
| Symbol | Bedeutung |
|---|---|
| physikalischer Ausgangszustand | |
| Feld- oder Wellenausbreitung | |
| Materialantwort: Reflexion, Transmission, Absorption, Streuung, Dispersion | |
| Mischung, Mehrfachstreuung, Modenkopplung, Nichtlinearität, lineare Zeitvarianz | |
| Messprozess, Detektorantwort, Messoperator | |
| Quantisierung, Schwelle, Klassifikation, digitale Entscheidung | |
| registriertes Ergebnis |
Im linearen Fall gilt mit (2). Besitzt einen Nullraum, erzeugen verschiedene Zustände dasselbe Signal. Im nichtlinearen Fall gilt (3), und die lokale Sensitivität entscheidet.
Ein Signal enthält Zustandsinformation über , wenn
und eindeutige Rekonstruktion ist ausgeschlossen, wenn
Herkunft der Aussage. Gleichung (5) ist die Definition der Beobachtungsäquivalenz zweier Parameterwerte; ein Modell heißt identifizierbar, wenn keine zwei verschiedenen Parameterwerte beobachtungsäquivalent sind. Rothenberg (1971) zeigt, dass unter schwachen Regularitätsbedingungen lokale Identifizierbarkeit äquivalent zur Nichtsingularität der Fisher-Informationsmatrix ist. Diese Arbeit übernimmt den Satz und wendet ihn auf physikalische Vorwärtsketten an. Der Beitrag liegt in der Übertragung und in der Stufenzerlegung, nicht in der Aussage selbst.
Drei Ebenen sind zu trennen:
| Ebene | Kriterium | Größe |
|---|---|---|
| prinzipielle Messbarkeit | Identifizierbarkeit | |
| praktische Rekonstruierbarkeit | Überlapp der Verteilungen | Kullback-Leibler-Divergenz, |
| robuste technische Schätzbarkeit | erreichbare Varianz | Fisher-Information, Cramér-Rao |
Im quantenmechanischen Fall tritt an die Stelle der Fisher-Information die Quanten-Fisher-Information; Braunstein und Caves (1994) zeigen, dass die statistische Unterscheidbarkeit benachbarter Zustände eine Riemannsche Metrik auf dem Raum der Dichteoperatoren definiert.
ist definiert als das effektive Signal-Rausch-Verhältnis desjenigen äquivalenten Gauß-Kanals, der dieselbe Fisher-Information über liefert wie die betrachtete Messkette.
Damit ist
im Ankerfall keine Näherung, sondern exakt die Shannon-Kapazität des äquivalenten Kanals.
Für , , gilt (7). Mit der dimensionslosen Definition und
folgt exakt
ist damit die Fisher-Information bezüglich , und ist die logarithmische Sensitivität (Elastizität) der Vorwärtskette. Wirken die weiteren Stufen als amplitudenskalierende Faktoren ohne Änderung der Rauschleistung, gilt und
| Faktor | Bedeutung | Wertebereich |
|---|---|---|
| Signal-Rausch-Verhältnis des Trägers | ||
| Auflösungs- oder Strukturübertragungsfaktor | ||
| Material- und Ausbreitungsfaktor | ||
| Kohärenzfaktor, | ||
| Richtungsinformationsfaktor | ||
| normierte Zustands-Signal-Kopplung | reell |
Sei auf einem zusammenhängenden Produktgebiet positiv und zweimal stetig differenzierbar. Dann sind äquivalent:
Beweis (Skizze). (1) (2): , jeder Summand hängt von genau einer Variablen ab, also verschwinden alle gemischten zweiten Ableitungen. (2) (1): Verschwinden alle gemischten zweiten Ableitungen einer -Funktion auf einem zusammenhängenden Produktgebiet, so ist eine Funktion allein von ; Integration liefert .
Das Kriterium ist damit nicht hinreichend oder notwendig, sondern äquivalent zur Produktform. Es ist invariant unter koordinatenweisen Reparametrisierungen , nicht aber unter mischenden Transformationen. Ob zu einem gegebenen Modell eine mischende Reparametrisierung existiert, die separabel macht, ist ein Randwertproblem derselben Art wie die Orthogonalisierung bei Cox und Reid (1987); es bleibt offen.
Für eine Kette mit Fisher-Informationen über gilt stets die Teleskopdarstellung
Die Beschränkung folgt aus der Datenverarbeitungsungleichung für Fisher-Information (Zamir 1998). Die Produktdarstellung (11) ist deshalb trivial und für sich genommen ohne Aussagekraft. Die inhaltliche Behauptung des Rahmens lautet:
Die Stufeneffizienz hängt nur von den Parametern der eigenen Stufe ab — nicht von vorgelagerten Parametern und nicht vom Signalniveau.
Erst in dieser Fassung ist die Produktform eine prüfbare physikalische Aussage über die Kanalstruktur. Sie ist äquivalent zu Satz 1, angewandt auf die Parametergruppen der einzelnen Stufen.
| Begriff | Objekt | Verhältnis zum Kriterium |
|---|---|---|
| Parameter-Orthogonalität (Cox & Reid 1987) | Nebendiagonale der Fisher-Matrix zwischen Interessens- und Störparameter | Logisch unabhängig: kann in faktorisieren, während gilt, und umgekehrt. Gemeinsam ist nur die Frage nach einer geeigneten Reparametrisierung |
| Datenverarbeitungsungleichung (Zamir 1998) | nimmt entlang einer Markov-Kette nicht zu | Liefert , aber keine Produktregel |
| Stam-Ungleichung, Kettenregel | bzw. additive Zerlegung | Additiv, nicht multiplikativ. Die Information addiert sich invers, nicht als Produkt |
| Noise Coefficient (Chao, Ward & Ober 2012) | Verhältnis der pixelweisen Fisher-Information zum idealen Poisson-Fall | Dem Kriterium am nächsten: ein Wirkungsgrad pro Stufe. Aber signalabhängig definiert und ohne Aussage über die Kaskade — genau die Lücke, die Satz 2 schließt |
| Rauschzahl-Kaskade (Friis 1944) | Additiv mit Gewichtung durch die Verstärkung — der Standardfall einer Verletzung | |
| Kaskadierte Detektoren, DQE (Rabbani, Shaw & Van Metter 1987; Cunningham & Shaw 1999) | Signal- und Rauschleistungsdichte je Stufe | Nächstverwandte Kettenzerlegung. Sie arbeitet mit zweiten Momenten statt mit Fisher-Information und hält fest, dass die DQE eines kaskadierten Systems im Allgemeinen keine multiplikative Kaskade von Einzel-DQE ist |
| Klasse | Vorwärtsmodell | Kriterium (10) | Beleg |
|---|---|---|---|
| A — exakt | multiplikative Transmission , Rauschen aus genau einer Stufe, parameterunabhängig | erfüllt | |
| A — exakt | Poisson mit Verdünnung, | erfüllt | binomiale Verdünnung erhält die Poisson-Form; |
| B — asymptotisch | EMCCD bei hoher Verstärkung | erfüllt mit konstantem Faktor | Überschussrauschfaktor (Robbins & Hadwen 2003) |
| B — asymptotisch | Ein-Bit-Quantisierung bei kleinem SNR | erfüllt mit Faktor | Mezghani, Antreich & Nossek (2010), WSA, DOI 10.1109/WSA.2010.5456454 |
| C — verletzt | Rauscheinkopplung an mehreren Stufen, | verletzt | Friis-Struktur; Mischterme zwischen und |
| C — verletzt | Übergang zwischen Schrot- und Leserauschen, | verletzt im Übergangsbereich | numerisch in Abschnitt 14.7 |
| C — verletzt | Aperturbegrenzung: und hängen beide von ab | verletzt | Doppelzählung derselben physikalischen Ressource |
| C — verletzt | nichtlineare Kennlinie, Sättigung | verletzt; bei Sättigung | mit |
| C — verletzt | verstärkungsabhängiges Rauschen | verletzt | numerisch in Abschnitt 14.4 |
| C — verletzt | EMCCD bei niedriger Verstärkung | verletzt | der Überschussrauschfaktor hängt von ab, das effektive Leserauschen ist ; wirkt auf Signal- und Rauschterm zugleich |
| C — verletzt | Quantisierung außerhalb der Grenzfälle, mittleres bis hohes SNR | verletzt | der Verlustfaktor hängt dann vom SNR ab und nicht mehr allein vom Quantisierer |
| C — verletzt | allgemein heteroskedastisches Rauschen | verletzt | Zusatzterm nach Gleichung (12) |
Die Einordnung in diese drei Klassen stützt sich auf die durchsuchten Literaturstränge — Datenverarbeitungsungleichung, kaskadierte Systeme, Quantisierung, Detektorrauschen — und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit über alle denkbaren Kanalklassen.
Der allgemeine Grund für Klasse C steht in einer Zeile: Für gilt
Der zweite Term fehlt in . Sobald ein Parameter gleichzeitig auf Signal und Rauschen wirkt, trägt er zu beiden Termen bei, und die Faktoren sind nicht mehr unabhängig kalibrierbar.
Konvention für den Überschussrauschfaktor. Robbins und Hadwen (2003) definieren den Überschussrauschfaktor als Amplitudengröße mit für hohe Verstärkung; andere Arbeiten, etwa Mortensen et al. (2010), nennen bereits die quadrierte Größe. In dieser Arbeit wird durchgehend die quadrierte Größe als Varianzfaktor geführt: Die Varianz wächst um , die Fisher-Information fällt um . Für den EMCCD bei hoher Verstärkung gilt damit und der Faktor in Klasse B.
Richtung wird relativ zu einer Achse, Apertur, Quelle, einem Detektor oder einer Grenzfläche bestimmt. Für eine Welle mit Wellenvektor und Beobachtungsachse :
Für zwei gegenläufige Komponenten entlang ist die signierte Richtungsbilanz
ist keine neue Größe, sondern der auf die Gesamtleistung normierte Nettofluss. Mit dem Reflexionsfaktor und dem Stehwellenverhältnis gilt exakt
Damit ist eine umskalierte VSWR-Angabe und in jeder HF-Messtechnik direkt messbar (numerisch geprüft in 14.5).
Nahfeldmethoden, strukturierte Beleuchtung, Nichtlinearität, Mehrfachmessungen oder Priors erweitern diese Grenze. Sie sind keine Verletzung des Modells, sondern zusätzliche Informationskanäle, die explizit in die Messkette aufzunehmen sind.
Die klassischen Auflösungskriterien von Rayleigh, Sparrow und Abbe sind für inkohärente Punktquellen formuliert und setzen eine feste Schwelle: aufgelöst oder nicht. Die Fisher-Information kennt keine solche Schwelle; sie fällt stetig. Beide Beschreibungen lassen sich zusammenführen, statt eine gegen die andere auszuspielen.
Für zwei Punktquellen im Abstand gilt lokal , und ist die normierte Trennbarkeit aus der Detektionstheorie. Ein klassisches Kriterium ist dann die Aussage, dass einen bestimmten Wert erreicht:
| Kriterium | klassische Fassung | Fassung im Rahmen |
|---|---|---|
| Rayleigh | erstes Minimum der einen Beugungsfigur fällt auf das Maximum der anderen | überschreitet eine von Photonenzahl und Rauschmodell abhängige Schwelle |
| Sparrow | der Einbruch zwischen den Maxima verschwindet | strengere Schwelle derselben Größe |
| Abbe | fällt unter einen Wert, bei dem unter ein Bit sinkt |
Der Gewinn dieser Umformulierung ist praktisch: Die klassischen Kriterien kennen keine Photonenzahl. Sie sagen dasselbe für ein Bild mit zehn und für eines mit zehn Millionen Photonen. Die Fisher-Fassung sagt, wie viele Photonen nötig sind, damit zwei Zustände bei gegebener Apertur unterscheidbar werden — und das ist die Frage, die bei der Auslegung tatsächlich gestellt wird.
ist eine Energiebilanz, keine Informationsbilanz. Ein Spiegel erhält gerichtete Information; eine matte Oberfläche kann ähnlich viel Licht zurückwerfen und dabei Richtung und Phase diffus verteilen. beschreibt, wie viel der für die Zustandsfrage nutzbaren Signalstruktur geordnet im Detektor ankommt.
Destruktive Interferenz bedeutet, dass Feldbeiträge am betrachteten Punkt vektoriell zu null addieren. Ein lokales Nullsignal ist kein globaler Abwesenheitsbeweis.
| Medienklasse | neue Feldfrequenzen? | Mechanismus |
|---|---|---|
| linear, zeitinvariant (LTI) | nein | reine Superposition |
| linear, zeitvariant (LTV) | ja | parametrische Kopplung an die Zeitmodulation |
| nichtlinear | ja | Mischprodukte, Intermodulation |
Morgenthaler (1958) löst die Maxwell-Gleichungen für Medien mit zeitabhängiger Permittivität und Permeabilität und zeigt, dass die Felder linear bleiben, wenn die Medienparameter nicht auf die Feldstärke reagieren, und dass eine monochromatische Welle dennoch eine Frequenzverschiebung erfährt. Parametrische Verstärker, Modulatoren, geschaltete Plasmen und zeitmodulierte Metamaterialien (Galiffi et al. 2022) gehören in diese Klasse. Mit entstehen dagegen Mischprodukte und Intermodulation .
Im linearen, isotropen, lokalen Grenzfall gelten , , . In anisotropen, dispersiven, nichtlinearen oder zeitabhängigen Medien sind , , als Tensoren, Frequenzfunktionen, Faltungskerne oder nichtlineare Antwortfunktionen zu modellieren. In diesem Abschnitt bezeichnet ausschließlich die Permeabilität; der Kohärenzfaktor heißt .
Ist reine Nachverarbeitung desselben analogen Signals, gilt die Datenverarbeitungsungleichung
Digitalisierung erzeugt keine physikalische Zustandsinformation, die weder im analogen Signal noch in Zusatzdaten, Priors oder weiteren Messungen enthalten ist.
Die zugehörige Schätzgrenze ist die Quanten-Cramér-Rao-Schranke (Helstrom 1969); die Metrik der Unterscheidbarkeit ist bei Braunstein und Caves (1994) formuliert, mit . Eine zugängliche Gesamtdarstellung für die Anwendung gibt Paris (2009).
Die Quanten-Fisher-Information ist monoton unter vollständig positiven, spurerhaltenden Abbildungen; das ist die quantenmechanische Fassung der Datenverarbeitungsungleichung aus Abschnitt 12 und zugleich die Grundlage dafür, dass auch im Quantenfall gilt. Für Schätzgrenzen unter Rauschen gibt es einen allgemeinen Rahmen (Escher, de Matos Filho & Davidovich 2011); unter Dephasierung fällt die erreichbare Skalierung asymptotisch auf zurück, der Heisenberg-Vorteil geht verloren. Dekohärenz bedeutet, dass Phasenbeziehungen durch Kopplung an Detektor oder Umgebung praktisch unzugänglich werden; man betrachtet dann . Alle Purifikationen eines reduzierten Zustands sind durch Unitäre auf dem Hilfssystem verbunden (Hughston, Jozsa & Wootters 1993): Unendlich viele Gesamtzustände liefern dieselbe lokale Statistik. Das ist der quantenmechanische Fall von Gleichung (5).
Zahlen aus
werkzeuge/FORSCH-PROV0420_minimalmodelle_v0.2_2026-08-26_numerik.py
(Seed 20260826, Modelle M1–M6) und
…_v0.3_2026-10-05_numerik.py (Seed 20261005, Modelle
M7–M10). Rohergebnisse: ergebnisse.json und
ergebnisse_v0.3.json.
Modell , , , , .
| Größe | Wert | Prüfung |
|---|---|---|
| analytisch | 4,000 | — |
| Monte-Carlo (Score-Varianz) | 3,991 | Abweichung 0,23 % |
| Cramér-Rao | 0,2500 | — |
| empirische Varianz des ML-Schätzers | 0,2494 | Abweichung 0,23 % |
| 4,000 | identisch mit | |
| 2,322 bit | Shannon-Anker | |
| bei Kopplung | 0 | Gleichung (5) |
, : Fisher-Eigenwerte , Nullraumrichtung . Ersetzt man den exakten Nullraum durch einen kleinen Singulärwert , wächst die Cramér-Rao-Schranke wie (von 0,1 bei auf bei ).
Entscheidend ist das Singulärwertspektrum im Verhältnis zum Rauschniveau — die Picard-Bedingung der Theorie inverser Probleme (Bertero & Boccacci 1998).
, m/s, µs, je Punkt.
| [m] | [°] | Monte-Carlo [°] | analytisch [°] | |
|---|---|---|---|---|
| 0,00 | beliebig | — | — | 0 |
| 0,05 | 0 | 0,787 | 0,786 | |
| 0,05 | 30 | 0,906 | 0,908 | |
| 0,05 | 60 | 1,590 | 1,572 | |
| 0,20 | 0 | 0,197 | 0,197 | |
| 0,20 | 30 | 0,227 | 0,227 | |
| 0,20 | 60 | 0,395 | 0,393 |
Median der relativen Abweichung 0,20 %, Maximum 3,4 %.
, , . Die wahre Fisher-Information sättigt bei 500, die bei kalibrierte Produktform wächst wie .
| Verstärkung | Verhalten | relative Abweichung |
|---|---|---|
| 0,1 … 1,71 | Produktform brauchbar | < 10 % |
| 10 | Produktform überschätzt | 436 % |
Identität (15) geprüft über ; maximale Abweichung (Maschinengenauigkeit).
| VSWR | ||
|---|---|---|
| 0,0 | 1,0 | 1,000 |
| 0,2 | 1,5 | 0,923 |
| 0,5 | 3,0 | 0,600 |
Poisson-Quelle Photoelektronen, drei Transmissionsstufen mit nominalen , Leserauschen am Ende der Kette. Gemessen wird .
| [] | maximale Abweichung von der Nominaltransmission | |||
|---|---|---|---|---|
| 0 | 0,800 | 0,600 | 0,500 | 0,0005 |
| 5 | 0,795 | 0,588 | 0,477 | 0,023 |
| 50 | 0,679 | 0,399 | 0,272 | 0,228 |
| 200 | 0,643 | 0,363 | 0,252 | 0,249 |
Das ist Satz 2 in Zahlen. Ohne Leserauschen ist exakt die nominale Transmission der eigenen Stufe, die Produktform gilt. Mit Leserauschen hängt davon ab, wie viel Signal die Stufen 1 und 2 übrig gelassen haben — die Stufeneffizienz ist dann keine Stufeneigenschaft mehr, und die Faktoren sind nicht getrennt kalibrierbar.
Gemischte zweite Ableitung über Signalniveau und Leserauschen, Gitter 120 × 120 über und .
| [] | [] | Regime | |
|---|---|---|---|
| 10 | 1,0 | 0,173 | Übergang |
| 10 | 102 | 0,002 | leselimitiert |
| 962 | 1,0 | 0,002 | schrotlimitiert |
| 962 | 9,7 | 0,163 | Übergang |
| 100 000 | 9,7 | 0,002 | schrotlimitiert |
| 100 000 | 102 | 0,178 | Übergang |
Bei einer Schwelle von 0,05 sind 58 % der betrachteten Parameterfläche separabel. Die Struktur ist aufschlussreich: Separabilität gilt in den beiden asymptotischen Regimen — klar schrotlimitiert oder klar leselimitiert — und bricht im Übergangsband . Die Produktform ist also kein Entweder-oder, sondern eine Eigenschaft des Arbeitspunkts. Für die Praxis heißt das: Die Faktorisierung ist dort zulässig, wo ein Rauschbeitrag deutlich dominiert.
Zustand mit , .
| Größe | Wert |
|---|---|
| bei | |
| optimale Einzelzeit bei fester Gesamtzeit, theoretisch | |
| dieselbe Größe, numerisch | 0,500 |
| bei | 0,3679 |
| einer projektiven Messung mit | 0,3679 (erreicht bis auf Gitterauflösung ) |
| bei | 0 |
Zwei Lehren für den Rahmen. Erstens ist Nichtunterscheidbarkeit im Quantenfall messungsrelativ: Bei ist , obwohl — die Information ist im Zustand vorhanden und im gewählten Kanal nicht zugänglich. Zweitens zeigt mit , dass das Separierbarkeitskriterium in den Parametern verletzt, in dagegen erfüllt ist. Die Zulässigkeit der Produktform hängt an der Wahl der Parametrisierung.
Einzelspalt, µm, nm, m, Pixel 1,55 µm, 4096 Pixel, Leserauschen 3 , Konversion 1 /ADU, Spitzensignal 4000 , Pixelintegration mit 16 Stützstellen.
| Größe | Wert |
|---|---|
| Fraunhofer-Kennzahl | 0,035 (Bedingung erfüllt) |
| Ort von | 0,690 mm |
| erstes Minimum | 4,333 mm |
| Fisher-Information | |
| Cramér-Rao-Schranke | 35,7 nm |
| Monte-Carlo-Standardabweichung des ML-Schätzers () | 35,2 nm |
| Cramér-Rao-Effizienz | 1,03 |
Die Spaltbreite ist bei diesem Aufbau auf etwa 36 nm genau schätzbar, also auf ihres Werts. Das ist der entscheidende Punkt für das Versuchsprogramm: Die Messgenauigkeit ist nicht durch die Pixelgröße begrenzt, sondern durch Photonenstatistik und Modelltreue.
Zur empirischen Prüfung des Separierbarkeitskriteriums dient die Abhängigkeit von Belichtung und Leserauschen:
| Belichtung (Skalenfaktor) | bei | bei | bei | bei |
|---|---|---|---|---|
| 0,1 | ||||
| 1,0 | ||||
| 10 |
Bei hoher Belichtung ist praktisch proportional zur Belichtung und vom Leserauschen unabhängig — die Produktform gilt. Bei niedriger Belichtung koppeln beide Parameter: Der Abfall von auf 30 beträgt dort Faktor 8,4, bei zehnfacher Belichtung nur noch Faktor 1,09. Genau diese gemischte Abhängigkeit ist im Labor messbar und ist der Prüfplan aus Abschnitt 19.
| Nr. | Falsifikationsfall | Status v0.3 |
|---|---|---|
| 1 | Strukturinformation bei ohne Nahfeld, Nichtlinearität, Priors, Mehrfachmessung oder Superresolution-Mechanismus | unverändert |
| 2 | Richtungsrekonstruktion aus einem Signal mit ohne zusätzlichen Messkanal | numerisch belegt in 14.3 |
| 3 | Neue Feldfrequenzen in einem nachweislich linearen und zeitinvarianten Medium ohne nichtlineare Detektion | LTV-Medien ausgenommen (Abschnitt 10) |
| 4 | Stabile Interferenz bei tatsächlich fehlender Kohärenz | unverändert |
| 5 | Rekonstruktion verlorener analoger Information aus reiner Quantisierung ohne Zusatzinformation | unverändert |
| 6 | Energie- oder Informationsbilanz, die nicht durch Reflexion, Transmission, Absorption, Streuung, Frequenzumwandlung oder interne Freiheitsgrade geschlossen werden kann | unverändert |
| 7 | Produktform (9) trifft in einem System zu, in dem Kriterium (10) nachweislich verletzt ist | prüfbar nach 14.7 und Abschnitt 19 |
| 8 | Neu: Eine Stufeneffizienz bleibt über Variation vorgelagerter Parameter konstant, obwohl das Rauschmodell mehrstufige Einkopplung ausweist | würde Satz 2 widerlegen |
Der Rahmen steht in einer Traditionslinie, die in Wien beginnt und über den Operationalismus zur modernen modellbasierten Messtheorie führt. Diese Einordnung ist keine Verzierung: Sie entscheidet darüber, welchen Anspruch das Kriterium erheben darf.
| Position | Kernthese | Standardkritik | Was davon trägt |
|---|---|---|---|
| Mach (Analyse der Empfindungen 1886; Denkökonomie) | Physikalische Begriffe sind ökonomische Zusammenfassungen von Elementen; Atome sind entbehrlich | Planck 1908/09; die spätere Bestätigung des Atomismus durch Perrin und Einstein | Denkökonomie als minimale Parametrisierung — aber keine Beschränkung auf Beobachtbares, denn darf theoretisch sein |
| Boltzmann (Bildtheorie, Populäre Schriften 1905) | Theorien sind Bilder oder Modelle; mehrere Bilder können dieselben Phänomene darstellen | — | Nichtidentifizierbarkeit ist genau dieser Modellpluralismus in statistischer Fassung. Boltzmann ist der nächste Ahnherr des Rahmens |
| Bridgman (The Logic of Modern Physics 1927) | Ein Begriff ist gleichbedeutend mit der zugehörigen Menge von Operationen | Jede neue Messmethode erzeugt einen neuen Begriff; theoretische Begriffe bleiben unerklärt | Der Rahmen vermeidet die Falle: ist modelltheoretisch definiert, der Messkanal ist nur Prüfinstanz. Der Kernsatz ist ein Ausschlusskriterium, keine Bedeutungsdefinition |
| Wiener Kreis: Carnap (Testability and Meaning 1936/37), Neurath, Schlick | Verifikations- beziehungsweise Bestätigbarkeitskriterium der Sinnhaftigkeit | Hempel 1950: zu streng für Allsätze, zu liberal bei Disjunktionen | Tragfähig ist Carnaps Übergang von Verifizierbarkeit zu gradueller Bestätigbarkeit — das Gegenstück zu als graduiertem Maß. Nicht tragfähig ist ein Sinnkriterium für Sätze |
| Schrödinger (1935) | Verschränkung; der Erwartungskatalog des Teilsystems ist unvollständig | — | Information liegt nur im Gesamtzustand vor: Abschnitt 13 |
| Tal, Measurement in Science (SEP); modellbasierte Messtheorie | Messung ist Prozess plus Modell; Indikation und Messergebnis sind zu trennen | — | Der Rahmen ist eine modellbasierte Theorie: = Indikation, = Ergebnis, = Modell |
| Repräsentationale Messtheorie (Krantz, Luce, Suppes & Tversky 1971) | Messung als Homomorphismus empirischer in numerische Relationen; Eindeutigkeitssätze | setzt beobachtbare Relationen voraus | Eindeutigkeitssätze entsprechen den Äquivalenzklassen der Beobachtungsäquivalenz |
| GUM (JCGM 100:2008), VIM | Unsicherheitsfortpflanzung mit Sensitivitätskoeffizienten | Linearisierung | ist ein normierter Sensitivitätskoeffizient; entspricht der Unsicherheit vom Typ A an der Cramér-Rao-Grenze |
| Unterbestimmtheit (Duhem, Quine 1951); Eichfreiheit | Daten bestimmen Theorien nicht eindeutig; Eichrichtungen sind physikalisch redundant | — | Eichrichtungen sind exakte Nullrichtungen der Fisher-Matrix; die identifizierbare Struktur ist der Quotient |
Position des Rahmens. Er ist eine modellbasierte, informationsmetrische Messtheorie. Von Mach übernimmt er die Ökonomie, von Boltzmann den Modellpluralismus, von Carnap die Graduierung. Den Operationalismus vermeidet er, weil er Bedeutung nicht über Operationen definiert, sondern nur ausschließt, was kein Kanal unterscheiden kann. Der klassische Einwand gegen Mach — Atome waren nicht direkt beobachtbar und existieren trotzdem — trifft ihn nicht: Atome waren über geeignete Kanäle, etwa die Brownsche Bewegung, identifizierbar. Nichtidentifizierbarkeit ist kanalrelativ, nicht absolut. Dieser Satz ist die philosophische Pointe des Rahmens und zugleich seine Schutzklausel gegen jede positivistische Überdehnung.
| Rahmen | Objekt | Stochastisch | Graduiert | Physikalische Kettenzerlegung | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Hadamard, Tikhonov, Bertero & Boccacci | Wohlgestelltheit, Regularisierung | teilweise | über Singulärwerte | nein | Nichtidentifizierbarkeit entspricht dem Kern des Vorwärtsoperators |
| Identifizierbarkeit (Koopmans; Rothenberg 1971) | Beobachtungsäquivalenz | ja | lokal über die Fisher-Matrix | nein | Liefert den Kernsatz; hier liegt keine Neuheit |
| Schätztheorie (Kay 1993; Van Trees 1968) | Cramér-Rao, Fisher-Information | ja | ja | nein | liefert |
| Kalman-Beobachtbarkeit | Rang der Beobachtbarkeitsmatrix | nein | binär | nein | im linear-gaußschen Fall ist die Fisher-Information des Anfangszustands die mit gewichtete Beobachtbarkeits-Gramsche; voller Rang regulär |
| Hermann & Krener (1977) | lokal schwache Beobachtbarkeit, Rangbedingung für Lie-Ableitungen | nein | binär | nein | differentielle Fassung; Nullrichtungen sind nichtidentifizierbare Richtungen |
| Empirische Gramsche, Maße der Unbeobachtbarkeit (Krener & Ide 2009) | graduierte Beobachtbarkeit | teilweise | ja | nein | nächste graduierte Konkurrenzformulierung |
| Strukturelle Identifizierbarkeit (Bellman & Åström 1970) | Parameter aus idealen Daten | nein | binär | nein | Grenzfall |
| Praktische Identifizierbarkeit, Profile Likelihood (Raue et al. 2009) | endliche, verrauschte Daten | ja | ja | nein | methodisch nächstverwandt |
| Kaskadierte DQE-Theorie | Signal- und Rauschleistung je Stufe | ja | ja | ja | nächstverwandte Kettenzerlegung; verneint die allgemeine Produktform |
Saubere Abgrenzung. Kalman- und Hermann-Krener-Beobachtbarkeit beantworten, ob Zustände aus rauschfreien Ausgangsverläufen eines dynamischen Systems unterscheidbar sind. Der vorliegende Rahmen fragt, wie viel Information über jede physikalische Stufe einer statischen oder quasistatischen Messkette unter Rauschen durchlässt, und ob diese Durchlässigkeit stufenweise faktorisierbar ist. Im linear-gaußschen Fall fallen Rangbedingung und Regularität der Fisher-Matrix zusammen; diese Äquivalenz wird hier ausdrücklich als bekannt zitiert und nicht als Ergebnis ausgegeben.
Neu gegenüber allen genannten Rahmen sind drei Punkte: die Zuordnung der Stufen zu physikalischen Teiltheorien, das Kriterium für die Zulässigkeit der Produktform, und die Behandlung der Quantenstufe mit dem Unterschied zwischen POVM-gebundener und erreichbarer Information.
| Beispiel | Lehre für Messbarkeit |
|---|---|
| Spiegel gegen matte Wand | Reflexionsenergie ist nicht gleich gerichtete Information |
| klares Glas gegen Milchglas | Transparenz ist nicht gleich Strukturübertragung |
| Mikrofonarray | Richtung entsteht aus Laufzeit- oder Phasendifferenzen, nicht aus einem lokalen Pegel |
| Radar (zivil: Navigation, Wetter) | Entfernung, Doppler und Richtung sind verschiedene Informationskanäle |
| Sonar (zivil: Bathymetrie, Fischerei) | Mehrwege können Information liefern oder Mehrdeutigkeit erzeugen |
| Wirbelstromprüfung | Ein Defekt wird über veränderte elektromagnetische Rückwirkung rekonstruiert, nicht gesehen |
| Digitalkamera | Ein Pixelwert ist Ergebnis von Optik, Sensor, Verstärkung, Quantisierung und Verarbeitung; Sättigung erzeugt Informationsverlust |
| Doppelspalt | Welche-Weg-Information und Interferenzfähigkeit sind über Messoperatoren und Kohärenz zu beschreiben |
| parametrischer Verstärker | neue Frequenzen ohne Nichtlinearität; Zeitvarianz ist ein eigener Kanal |
| gekühlte gegen ungekühlte Kamera | derselbe Sensor wechselt zwischen schrot- und leselimitiertem Regime — und damit zwischen separabel und nicht separabel |
Das Protokoll ist so angelegt, dass es in einer Werkstatt mit 3D-Druck, Laserdiode und Kamerasensor ohne Laborausstattung durchführbar ist. Es prüft zwei Dinge: den Strukturübertragungsfaktor und das Separierbarkeitskriterium.
| Komponente | Spezifikation | Begründung |
|---|---|---|
| Lichtquelle | Laserdiode 635–650 nm, Klasse 2 ( mW) | reicht mit Graufiltern vollständig aus; Klasse 2 hält den Aufwand nach EN 60825-1 gering |
| Spalte | kommerzieller Spaltsatz oder zwei Rasierklingen auf Mikrometerschlitten, 50–300 µm | FDM- und Resin-Druck liefern unter 100 µm keine definierten Kanten |
| Abstand | m, gemessen auf mm | Fraunhofer-Bedingung , hier 0,035 |
| Sensor | Monochrom-CMOS mit RAW-Ausgabe, Pixel bekannt | Bayer-Matrix halbiert sonst die effektive Abtastung |
| Tubus und Blenden | 3D-Druck, mattschwarz, mehrere Streulichtblenden | Streulicht erzeugt Offset und senkt die Modulation |
| Graufilter | ND-Reihe | Belichtungsreihe ohne Änderung der Geometrie |
| Reihe | Variation | Zweck |
|---|---|---|
| R1 | Spaltbreite in 6–8 Stufen von 50 bis 300 µm | über den Bereich |
| R2 | Belichtungszeit in 3 Dekaden bei festem | Signalniveau |
| R3 | Verstärkung beziehungsweise Leserauschen in 3–4 Stufen | |
| R4 | je Arbeitspunkt 30 Wiederholungen mit Neujustage | Reproduzierbarkeit und empirische Varianz |
Bestätigt wäre der Rahmen, wenn die gemischte Ableitung im Übergangsbereich signifikant von null abweicht und in den Asymptoten nicht. Widerlegt wäre Satz 2, wenn die Stufeneffizienzen über alle Arbeitspunkte konstant blieben, obwohl die Photon-Transfer-Kurve mehrstufige Rauscheinkopplung ausweist.
| Regelwerk | Inhalt |
|---|---|
| EN 60825-1:2014 + A11:2021 (IEC 60825-1:2014 Ed. 3.0 + AMD1/AMD2:2017) | Klassifizierung und Grenzwerte zugänglicher Strahlung; Klasse 2 im Sichtbaren bis 1 mW. Eine IEC-Ausgabe 4 ist in Arbeit und noch nicht veröffentlicht |
| IEC TR 60825-14:2022 (Ed. 2.0) | Leitfaden für Anwender, Gefährdungsbeurteilung |
| ISO 12233:2024 | Auflösung und Ortsfrequenzgang; löst die Ausgabe 2023 ab und trägt einen geänderten Titel |
| Richtlinie 2006/25/EG, in Österreich VOPST | Expositionsgrenzwerte am Arbeitsplatz |
| EN 208 | Justierbrillen für den sichtbaren Bereich |
Wer die Optik eines klassifizierten Lasermoduls verändert oder entfernt, muss neu klassifizieren und gilt im Sinne der Norm als Hersteller. Die genauen Grenzwerte sind der Normtabelle zu entnehmen, nicht Sekundärquellen.
Der Nutzen des Rahmens liegt in der systematischen Trennung von Signal, Energie, Information, Richtung, Materialantwort und Entscheidung. Ein helles Bild ist nicht automatisch informationsreich. Ein Nullsignal ist nicht automatisch Abwesenheit. Eine digitale Rekonstruktion ist nicht automatisch physikalisch eindeutig.
Gegenüber Version 0.2 verschiebt sich der Beitrag ein zweites Mal. Dort war hergeleitet, aber die Gültigkeit der Produktform offen. Hier ist sie für die wichtigsten Kanalklassen entschieden, und das Ergebnis ist unbequemer, als es die Produktform nahelegt: Faktorisierbarkeit ist keine Eigenschaft des Systems, sondern des Arbeitspunkts. Dieselbe Kamera ist bei heller Beleuchtung separabel und im Dämmerlicht nicht. Das ist keine Schwäche der Darstellung, sondern eine Aussage über Messketten, und sie ist messbar.
Der mathematische Kern bleibt die Messverteilung . ist ein Diagnosewerkzeug für den Ingenieursgebrauch, nicht der theoretische Kern.
Erstens ist dies keine neue Fundamentaltheorie. Zweitens ist der Kernsatz nicht neu, sondern übernommen. Drittens ist außerhalb des Gauß-Ankerfalls eine Näherung. Viertens ist die Klassifikation in Abschnitt 5.6 nicht erschöpfend; sie deckt die untersuchten Kanalklassen ab. Fünftens garantiert prinzipielle Unterscheidbarkeit keine praktische Rekonstruierbarkeit. Sechstens meint Information hier physikalische Zustandsunterscheidbarkeit, nicht Bedeutung. Siebtens sind alle zehn Minimalmodelle Simulationen mit bekannten Vorwärtsmodellen; der Versuch aus Abschnitt 19 ist geplant, aber nicht durchgeführt. Achtens ist die Literaturrecherche begrenzt: „in der Literatur nicht gefunden” heißt nicht „existiert nicht”. Neuntens sind nicht alle Literaturangaben am Werk geprüft; Anhang I weist offene Angaben einzeln aus.
Messbarkeit ist unterscheidbare Zustandsabhängigkeit innerhalb einer realen physikalischen Messkette. Der Ausgangspunkt — schließt eindeutige Rekonstruktion aus — ist die Beobachtungsäquivalenz der Identifizierbarkeitstheorie und wird hier übernommen, nicht beansprucht. Der eigene Beitrag ist die Stufenzerlegung einer physikalischen Messkette und das Kriterium, das angibt, wann sie multiplikativ zusammengefasst werden darf.
Die kürzeste Fassung: Messbarkeit ist unterscheidbare Zustandsabhängigkeit — und die Produktform gilt genau so weit, wie ihre Faktoren einander nicht heimlich enthalten. Ob sie das tun, entscheidet der Arbeitspunkt, nicht das Gerät.
| Symbol | Bedeutung |
|---|---|
| , , | Ausgangszustand, zu schätzender Parameter, Messergebnis |
| , , , , | Kettenoperatoren und Entscheidungsstufe |
| Signal-Rausch-Verhältnis | |
| , | Wellenvektorübertrag, Strukturgröße |
| Strukturübertragungsfaktor | |
| normierte Zustands-Signal-Kopplung (Elastizität); geht als ein | |
| Material- und Ausbreitungsfaktor | |
| Kohärenzfaktor (in v0.1 noch ) | |
| Richtungsinformationsfaktor | |
| Richtungskosinus (in v0.1 noch ) | |
| signierte Richtungsbilanz (in v0.1 noch ) | |
| , | effektives SNR ; signierte Fassung |
| , | Fisher-Information, Quanten-Fisher-Information |
| Stufeneffizienz | |
| , | Reflexionsfaktor, Stehwellenverhältnis |
| Überschussrauschfaktor. Konvention: hier durchgehend als Varianzfaktor geführt; Robbins & Hadwen (2003) definieren die Amplitudengröße |
| Formel | Gültigkeitsbereich | Vorsicht bei |
|---|---|---|
| harmonische Wellen mit definierter Phasengeschwindigkeit | starke Dispersion | |
| ebene oder lokal ebene Wellen | stark lokalisierte Felder | |
| Streuung, Reflexion, Beugung mit definierbaren Wellenvektoren | stark diffuse Felder | |
| grobe Strukturauflösung | Nahfeld, Superresolution, starke Priors | |
| passive lineare Systeme ohne Verstärkung | aktive Medien, Frequenzkonversion, zeitvariante Medien | |
| reine Nachverarbeitung | Priors, Trainingsdaten, Sensorfusion | |
| Standardform der Messwahrscheinlichkeiten | keine vollständige Interpretation des Messproblems | |
| skalarer Gauß-Kanal | jede Kopplung von Signal und Rauschen | |
| nur bei erfüllter Separierbarkeit (10); Klasse A exakt, B asymptotisch | Klasse C: mehrstufiges Rauschen, Apertur, Nichtlinearität, Übergangsregime | |
| stufeneigen | Klasse A | sobald Rauschen am Kettenende dominiert (14.6) |
| zwei gegenläufige Komponenten entlang einer Achse | Mehrmodenfelder | |
| Qubit, reine Dephasierung, Phasenschätzung | zusätzliche Relaxation, Mehrqubit-Systeme |
cd werkzeuge
python3 FORSCH-PROV0420_minimalmodelle_v0.2_2026-08-26_numerik.py # M1-M6, Seed 20260826
python3 FORSCH-PROV0420_minimalmodelle_v0.3_2026-10-05_numerik.py # M7-M10, Seed 20261005Abhängigkeiten: Python 3, numpy,
matplotlib. Die Skripte schreiben
ergebnisse.json und ergebnisse_v0.3.json sowie
alle Abbildungen nach werk/abb/. Jede Zahl in Abschnitt 14
stammt aus diesen Dateien.
Alle Einträge mit Kennung (DOI, ISBN, Fundstellen-Bibcode) wurden für diese Fassung über den Verlag, das Register der registrierenden Agentur oder den Volltextnachweis bestätigt. Einträge ohne Kennung sind Standardlehrbücher, deren Auflage noch festzulegen ist; sie sind in Anhang I als offen geführt.
| Fassung | Änderung |
|---|---|
| v0.1 → v0.2 | dimensioniert und hergeleitet; Separierbarkeitskriterium eingeführt; Falsifikationsfall 3 auf LTI verschärft; Notation entkoppelt (, , , ); mit VSWR identifiziert; Nullraum zum Singulärwert-Kontinuum erweitert; Identifizierbarkeit benannt; sechs numerische Modelle; DOIs ergänzt; Schreibweise Bertero & Boccacci korrigiert; bilingual DE+EN |
| v0.8 → v0.9 | am Werk selbst nichts; Bündel veröffentlichungsfähig gemacht:
VEROEFFENTLICHUNG.md als Ablauf in einem Stück, Landeseite
um Rechtliches und Verbund ergänzt, Zitierweise im Autorenverzeichnis
von Version 0.3 auf den Stand der Fassung gehoben |
| v0.7 → v0.8 | Anhang G.6 neu: Eigenschutz und Offenlegungsgrenze nach REGEL-PROV0002; für jeden Bestandteil benannt, ob er offen ist und warum; Überprüfbarkeit geht vor Schutz als Vorrang festgehalten; die Wahl beim Browser-Werkzeug getroffen und begründet |
| v0.6 → v0.7 | Anhang G.5 neu: Aktivfassung und Passivfassung nach der strangfassenden Regel REGEL-PROV0001; Grenzfall Rechenskripte zugunsten der Nachprüfbarkeit entschieden; der Unterschied zwischen freiem Nachrechnen und lizenziertem Werkzeug ausgesprochen |
| v0.5 → v0.6 | Verwertung auf Plattformfokus umgestellt: Anhang G neu gefasst (syntagma-science als Zielort, freier Kanal als Zubringer), Lizenzstufen L0–L3 und sechs Produktklassen nach LIZ-PROV0001 aufgenommen, Anhang H auf die Reihenfolge Plattform → Ablage → Zeitschriften umgestellt, Zenodo-Bündel eigens aufbereitet; Werkzeuge laufen ausschließlich über die Plattform |
| v0.4 → v0.5 | Quellenprüfung durchgeführt und eingearbeitet (geprüfte Einträge 23 → 50, offene 25 → 12): ISO 12233 auf die Ausgabe 2024 mit geändertem Titel korrigiert; IEC TR 60825-14 auf 2022 (Ed. 2.0) datiert und der Stand von IEC 60825-1 Ed. 4 vermerkt; der Konferenzbeitrag WSA 2010 löst das arXiv-Preprint als Primärquelle für die Ein-Bit-Quantisierung ab; Zeitschriftenname bei Kalman (1963) korrigiert; sechs fehlende DOIs ergänzt; Heftangaben bei zehn Einträgen nachgetragen; Anhang D auf eine durchgehend alphabetische Liste umgestellt; Anhang I in geprüft / offen / was sich geändert hat gegliedert; offene Einträge von 25 auf 13 gesenkt |
| v0.3 → v0.4 | Lückenbehauptung an die durchsuchten Stränge gebunden; Klasse C um drei Fälle erweitert; Noise Coefficient und Stam-Ungleichung abgegrenzt; Abschnitt 7.1 (Rayleigh und Sparrow als -Schwellen); Konvention für den Überschussrauschfaktor festgelegt; Quantengrenzen unter Rauschen und Monotonie der QFI ergänzt; Anhang H (Veröffentlichungsweg) und Anhang I (Quellen-Prüfliste) neu; zwölf Literatureinträge ergänzt |
| v0.2 → v0.3 | Kernsatz als Beobachtungsäquivalenz ausgewiesen; Satz 1 mit Beweis; Satz 2 (Stufenfassung); Klassifikation A/B/C; Abgrenzung Cox-Reid und DQE; vier neue Minimalmodelle M7–M10; Versuchsprotokoll; Wiener Linie; Abgrenzung Beobachtbarkeitstheorie; Anhang F und G neu |
Die folgende Liste gehört zur Redlichkeit des Beitrags. Sie nennt, was nach Durchsicht der Stränge Datenverarbeitungsungleichung, kaskadierte Systeme und Detektivquantenausbeute, Quantisierung, Detektorrauschen, Parameter-Orthogonalität, Informationsgeometrie, Beobachtbarkeitstheorie und strukturelle Identifizierbarkeit nicht auffindbar war. Der Umfang der Recherche lag bei rund zwei Dutzend gezielten Suchen; sie war nicht erschöpfend und ersetzt keine systematische Übersichtsarbeit. „Nicht gefunden” heißt nicht „existiert nicht”. Jede Aussage dieses Anhangs ist im Text entsprechend relativiert.
| Gesucht | Status |
|---|---|
| Allgemeines Kriterium für kaskadierte Messketten | nicht gefunden; die DQE-Literatur verneint die allgemeine Produktform ausdrücklich |
| „Separable” oder „multiplicative Fisher information” als benannter Begriff | nicht gefunden |
| Informationsgeometrie der Modellfamilie über dem Instrumentparameterraum (Faserbündel) | nicht gefunden |
| Existenzsatz für eine mischende Reparametrisierung, die separabel macht | nicht gefunden |
| Lehrversuch mit radiometrisch kalibriertem Rohsensor und Schätzung der Cramér-Rao-Effizienz | nicht gefunden |
| Philosophische Arbeit, die Eichorbits ausdrücklich als Nullraum der Fisher-Metrik fasst | nicht gefunden |
Dieses Werk wird plattformzentriert geführt. Die Plattform syntagma-science ist die Stelle, an der alles zusammenläuft; der freie Forschungskanal ist der Zubringer, nicht der Zielort.
| Strang | Inhalt | Lizenz | Ablage | Rolle |
|---|---|---|---|---|
| syntagma-science (Plattform) | Werkzeugfassung MESSWERK in zwei Editionen, Dokumentation, Schulung, Messketten-Audit, Auslegung | lizenziert, Stufen L0–L3 | syntagma-science/, syntagma-science.com |
Zielort. Hier läuft jedes Werkzeug, hier wird gekauft, hier wird eingerichtet |
| FORSCHUNG / Syntagma Forschung | dieses Preprint, Abbildungen, Rechenskripte, Rohergebnisse | CC BY 4.0, frei | werk/, zenodo-upload/,
forschung.tschueller.com |
Zubringer. Belegt die Methode offen und führt auf die Plattform |
Werkzeuge laufen ausschließlich über die Plattform. Auf Zenodo liegt kein Werkzeug, auch keine Vorschau- oder Demonstrationsfassung — dort liegt das Preprint mit Abbildungen, Skripten und Rohergebnissen. Wer rechnen will statt lesen, kommt auf die Plattform.
Nach dem Lizenz- und Plattformzuschnitt LIZ-PROV0001.
| Stufe | Was sie umfasst | Für dieses Werk |
|---|---|---|
| L0 — offen | frei lesbar, CC BY 4.0, keine Anmeldung | Preprint in allen vier Formaten, beide Sprachen, neun Abbildungen, beide Rechenskripte, beide Rohergebnisdateien |
| L1 — lesen | Anmeldung auf der Plattform, Bündelzugang, Fassungsverfolgung | kuratierte Leseansicht des Werks mit Querverweisen auf die Werkzeugmodule |
| L2 — anwenden | Werkzeugnutzung, Aktualisierung, Support | MESSWERK universal, sechs Rechenmodule, Einzelplatz oder Einbettung |
| L3 — Einrichtung | Mehrplatz, eigene Kennzeichnung, Schulung, Audit | MESSWERK white-label, Messketten-Audit, Auslegung gegen eine geforderte Genauigkeit |
| Klasse | In diesem Vorhaben besetzt durch | Stufe |
|---|---|---|
| Preprint | das vorliegende Werk | L0 |
| Fachbuch | nicht besetzt — eine ausgebaute Monografie ist denkbar, aber nicht begonnen | — |
| Werkzeug Basis | MESSWERK universal, sechs Module im Browser | L2 |
| Werkzeug Pro | MESSWERK mit eigener Kennzeichnung, Mehrplatz, Datenübernahme aus der Photon-Transfer-Kalibrierung | L3 |
| Kurs | Halbtagsschulung „Messbarkeit statt Signalstärke” | L2/L3 |
| Einrichtungslizenz | HTL, Fachhochschule, Prüflabor: Werkzeug plus Schulung plus Audit | L3 |
Das freie Preprint ist Veröffentlichungs- und Reichweitenkanal, nicht Selbstzweck: Es belegt die Methode offen, damit die Plattform eine überprüfbare Grundlage hat. Jede Ablage des Preprints trägt den Verweis auf syntagma-science. Beide Stränge werden gepflegt; keiner ersetzt den anderen. Die Kennungen FORSCH-PROV0420 und SYN-PROV0002 sind provisorisch und vor der Veröffentlichung gegen das Register zu prüfen.
Die Zuordnung folgt der strangübergreifenden Regel
REGEL-PROV0001 (Fassung 1.0 vom 06.10.2026, Wortlaut in
regelwerk/). Sie gilt für alle Vorhaben, nicht nur für
dieses.
Auf die Ablage kommt nur die Passivfassung. Die Aktivfassung läuft ausschließlich über die Plattform.
| Aktivfassung → nur Plattform | Passivfassung → Ablage erlaubt | |
|---|---|---|
| Kennzeichen | hat eine Bedienoberfläche und rechnet, entscheidet oder erzeugt auf Eingaben hin | wird gelesen, angesehen oder einmal zur Nachprüfung nachgefahren |
| In diesem Vorhaben | MESSWERK in beiden Editionen, sechs Rechenmodule im Browser | dieses Werk in vier Formaten je Sprache, neun Abbildungen, beide Rechenskripte, beide Rohergebnisdateien |
Der Test, in dieser Reihenfolge: Hat es eine Bedienoberfläche, die auf Eingaben hin rechnet? Ja, dann aktiv. Nein, dann: Wird es gelesen, angesehen oder einmal nachgefahren? Ja, dann passiv.
Die Rechenskripte aus Anhang C sind Passivfassung und liegen auf der Ablage. Ein Skript mit festem Seed, das die Zahlen aus Abschnitt 14 neu erzeugt, ist Reproduktionsmaterial und keine Anwendung. Ohne dieses Material wäre der Beitrag nicht nachprüfbar, und Nachprüfbarkeit ist der Grund, überhaupt abzulegen. Wer die Zahlen dieses Werks kontrollieren will, braucht MESSWERK nicht; die Skripte genügen. MESSWERK nimmt das Aufsetzen ab und rechnet mit fremden Messketten statt mit den Beispielen dieses Beitrags — das ist der Unterschied, der die Lizenzpflicht trägt.
Nie auf die Ablage kommen Vorschau-, Demonstrations- und abgespeckte Fassungen des Werkzeugs, der Quelltext des Werkzeugs samt Oberfläche, Angebots- und Preisunterlagen sowie interne Dateien. Entweder das vollständige Werkzeug auf der Plattform oder gar keines.
Die Grenze zwischen dem, was offenliegt, und dem, was beim Autor
bleibt, folgt der strangübergreifenden Regel
REGEL-PROV0002 (Fassung 1.0 vom 06.10.2026, Wortlaut in
regelwerk/). Sie wird hier genannt, weil dieses Werk neben
einem kostenpflichtigen Angebot steht und die Frage sonst
unausgesprochen bliebe.
Die Grenze läuft am Gegenstand, nicht am Format: Die Methode, die dieses Werk behauptet und belegt, ist öffentlich. Ohne Beleg wäre es keine Forschung, sondern Werbung. Das Produkt, das daneben verkauft wird, ist geschützt.
| Gegenstand | Lage | Begründung |
|---|---|---|
| Sätze 1 und 2 samt Beweis, Klassifikation A/B/C | offen | das ist die Behauptung; sie ohne Beweis zu veröffentlichen wäre wertlos |
| Rechenskripte M1–M10 mit festen Seeds | offen | sie erzeugen jede Zahl aus Abschnitt 14 neu; ohne sie ist der Beitrag nicht nachprüfbar |
| Versuchsprotokoll Abschnitt 19 | offen | es beschreibt, wie man die Theorie widerlegt, nicht, wie man das Produkt baut. Es nennt Bauteilklassen, keine Bezugsquellen, und verweist für die Kalibrierung auf die öffentliche Norm EMVA 1288 statt auf eigene Korrekturtabellen |
| Eigene Kalibrierdaten, Korrekturtabellen, Bezugsquellen, Artikelnummern | nicht enthalten | gehören nach REGEL-PROV0002 in jedem Fall nach innen; sie werden hier nicht gebraucht und sind nirgends genannt |
| Preise, Einstandspreise, Kalkulation | nicht enthalten | die Preishöhen gehören in den Lizenzzuschnitt LIZ-PROV0001, nicht in ein Preprint |
Überprüfbarkeit geht vor Schutz. Wo eine Angabe nötig ist, damit die Behauptung widerlegbar bleibt, wird sie veröffentlicht, auch wenn sie einem Dritten nützt. Ein Rahmen, der sich nicht widerlegen lässt, trägt kein Angebot.
Browser-Werkzeug, bewusst offen. MESSWERK läuft als
einzelne HTML-Datei im Browser und liefert damit seinen Rechenkern an
jeden aus, der die Seite öffnet. „Im Browser” und „Kern-Quellcode
intern” schließen einander aus; REGEL-PROV0002 verlangt deshalb eine
bewusste Wahl je Werkzeug. Für MESSWERK ist sie getroffen und in
syntagma-science/ANGEBOT.md festgehalten: die
universelle Edition bleibt offen auf der Plattformseite. Die
Lizenz trägt dann nicht den Rechenkern, sondern Pflege und
Fassungsverfolgung, die eigene Kennzeichnung und den Mehrplatzbetrieb,
Schulung, das Messketten-Audit und die Auslegung gegen eine geforderte
Genauigkeit. Das ist keine Notlösung, sondern die Entscheidung, den
Zulauf höher zu gewichten als den Schutz einiger hundert Zeilen
Rechencode, die ohnehin aus diesem Werk herleitbar sind.
Plattform zuerst, Ablage danach, Zeitschriften zuletzt.
| Schritt | Was | Warum in dieser Reihenfolge |
|---|---|---|
| 1 | syntagma-science aufsetzen: Werkseite, MESSWERK in der universellen Edition, Dokumentation, Lizenzstufen | die Plattform ist der Zielort; jede spätere Verweisung muss irgendwohin zeigen |
| 2 | Zenodo-Bündel ablegen
(zenodo-upload/), mit DOI, CC BY 4.0, Verweis auf die
Plattform in Beschreibung und Werk |
sichert Priorität und Zitierbarkeit; führt die Leserschaft weiter |
| 3 | Einzelartikel einreichen, jeweils mit Verweis auf die Ablage | Begutachtung dauert; die Priorität ist zu diesem Zeitpunkt schon gesichert |
Das Arbeitsbündel und das Veröffentlichungsbündel sind nicht
dasselbe. Der Ordner zenodo-upload/ enthält genau das, was
auf die Ablage gehört, und nichts weiter: Preprint in vier Formaten je
Sprache, Abbildungen, Rechenskripte, Rohergebnisse, Lizenz,
Metadatensatz, Lies-mich. Nicht enthalten sind Werkzeugfassungen,
Angebots- und Preisunterlagen, interne Übergaben und Prüflisten. Die
Metadaten des Bündels nennen die Plattform als zugehörige
Fundstelle.
| Ort | Passung | Anforderungen |
|---|---|---|
| syntagma-science.com | der Zielort | eigene Plattform, keine fremden Anforderungen; Lizenzstufen nach Anhang G.2 |
| Zenodo mit ORCID | sofort möglich, nachrangig | kein Endorsement, DOI auf Wunsch; geeignet für die bilinguale Monografie; Beschreibung verweist auf die Plattform |
arXiv physics.data-an, Cross-List eess.SP,
quant-ph, physics.hist-ph |
hoch, aber mit Hürde | Endorsement erforderlich. Seit dem 21.01.2026 wird automatisch nur endorst, wer sowohl eine institutionelle E-Mail-Adresse als auch eine Vorpublikation in derselben Endorsement-Domäne hat. In der Physik ist jede Subject Class eine eigene Domäne. Ohne beides ist ein persönliches Endorsement durch einen etablierten arXiv-Autor derselben Domäne nötig; das Betriebspersonal kann nicht endorsen |
| Entropy | hoch für den mathematischen Kern | Open Access; nach Annahme fällt eine Bearbeitungsgebühr an (laut Verlagsangabe CHF 2600) |
| Measurement Science and Technology | mittel bis hoch, sobald der Versuch vorliegt | verlangt experimentelle Validierung |
| Metrologia | mittel | nur mit klarer Anbindung an GUM und VIM |
| European Journal of Physics, American Journal of Physics | hoch für den Versuchsteil | Praktikumsbezug; Abschnitt 19 ist dafür bereits passend geschnitten |
| Synthese, Studies in History and Philosophy of Science | für den philosophischen Teil | verlangt philosophische Eigenständigkeit über die Einordnung hinaus |
Ein Vollwerk über Mathematik, Experiment und Wissenschaftsphilosophie findet keine einzelne Zeitschrift. Sinnvoller ist die Aufteilung in drei Einreichungen, mit der bilingualen Monografie als gemeinsamer, frei zugänglicher Ablage:
| Artikel | Inhalt | Ziel |
|---|---|---|
| 1 | Satz 1, Satz 2, Klassifikation A/B/C, Modelle M1, M4, M7, M8 | Entropy oder eine Correspondence in einer informationstheoretischen Zeitschrift |
| 2 | Versuchsprotokoll, Modelle M3 und M10, Photon-Transfer-Kalibrierung | European Journal of Physics |
| 3 | Abschnitt 16 und 17, ausgebaut | Synthese oder Studies in History and Philosophy of Science |
Spalte „Status”: geprüft heißt, die Angabe wurde für diese Fassung am Verlagsnachweis, am Normenregister, am Volltext oder am Eintrag der registrierenden Agentur bestätigt. offen heißt, die Angabe ist weiterhin nicht einzeln nachgewiesen und vor einer Journalfassung zu bestätigen. Die Prüfung erfolgte am 06.10.2026.
| Quelle | Kennung | Nachweis |
|---|---|---|
| Rothenberg (1971) | DOI 10.2307/1913267 | Verlag |
| Cox & Reid (1987) | DOI 10.1111/j.2517-6161.1987.tb01422.x | Verlag |
| Zamir (1998) | DOI 10.1109/18.669301 | Verlag |
| Braunstein & Caves (1994) | DOI 10.1103/PhysRevLett.72.3439 | Verlag |
| Helstrom (1969) | DOI 10.1007/BF01007479 | Verlag |
| Kullback & Leibler (1951) | DOI 10.1214/aoms/1177729694 | Verlag |
| Morgenthaler (1958) | DOI 10.1109/TMTT.1958.1124533 | Verlag |
| Friis (1944) | DOI 10.1109/JRPROC.1944.232049 | Verlag |
| Rabbani, Shaw & Van Metter (1987) | DOI 10.1364/JOSAA.4.000895 | Verlag |
| Cunningham, Westmore & Fenster (1994) | DOI 10.1118/1.597401 | Verlag |
| Cunningham & Shaw (1999) | DOI 10.1364/JOSAA.16.000621 | Verlag — in v0.4 noch nach Muster gebildet, jetzt bestätigt |
| Robbins & Hadwen (2003) | DOI 10.1109/TED.2003.813462 | Verlag |
| Hynecek & Nishiwaki (2003) | DOI 10.1109/TED.2002.806962 | Verlag |
| Chao, Ward & Ober (2012) | DOI 10.1007/s11045-011-0150-7 | Verlag |
| Mortensen et al. (2010) | DOI 10.1038/nmeth.1447 | Verlag |
| Escher et al. (2011) | DOI 10.1038/nphys1958 | Verlag |
| Raue et al. (2009) | DOI 10.1093/bioinformatics/btp358 | Verlag |
| Hermann & Krener (1977) | DOI 10.1109/TAC.1977.1101601 | Verlag |
| Krener & Ide (2009) | DOI 10.1109/CDC.2009.5400067 | Verlag — in v0.4 als fehlend geführt |
| Quine (1951) | DOI 10.2307/2181906 | Verlag |
| Zurek (2003) | DOI 10.1103/RevModPhys.75.715 | Verlag |
| Schrödinger (1935), Teil I und II | DOI 10.1007/BF01491891, 10.1007/BF01491914 | Verlag |
| Gan & Law (2009) | DOI 10.1088/0143-0807/30/6/006 | Verlag |
| Aspden, Padgett & Spalding (2016) | DOI 10.1119/1.4955173 | Verlag |
| Bertero & Boccacci (1998) | ISBN 978-0-7503-0435-1 | Verlag (Schreibweise Boccacci) |
| Chernoff (1952) | DOI 10.1214/aoms/1177729330 | Verlag |
| Amari (2001) | DOI 10.1109/18.930911 | Verlag |
| Amari (2016) | DOI 10.1007/978-4-431-55978-8 | Verlag |
| Paris (2009) | DOI 10.1142/S0219749909004839; Heftangabe 7(Suppl. 1) ergänzt | Verlag |
| Hughston, Jozsa & Wootters (1993) | DOI 10.1016/0375-9601(93)90880-9 | Verlag |
| Kalman (1963) | DOI 10.1137/0301010; Zeitschriftenname korrigiert auf J. Soc. Ind. Appl. Math., Series A: Control | Verlag |
| Bellman & Åström (1970) | DOI 10.1016/0025-5564(70)90132-X; Heftangabe 7(3–4) ergänzt | Verlag |
| Worrall (1989) | DOI 10.1111/j.1746-8361.1989.tb00933.x | Verlag |
| Earman & Norton (1987) | DOI 10.1093/bjps/38.4.515 | Verlag |
| Carnap (1936/37) | DOI 10.1086/286432 und 10.1086/286443 | Verlag |
| Mezghani, Antreich & Nossek (2010) | DOI 10.1109/WSA.2010.5456454; WSA 2010, Bremen, 143–150 | Verlag — der Konferenzbeitrag ist jetzt die Primärquelle, arXiv:1010.5532 das Preprint |
| Galiffi et al. (2022) | DOI 10.1117/1.AP.4.1.014002 | Verlag — in v0.4 ohne DOI |
| Hansen (1998) | DOI 10.1137/1.9780898719697 | Verlag — in v0.4 ohne DOI |
| Janesick (2007) | DOI 10.1117/3.725073 | Verlag — in v0.4 nur ISBN, ungeprüft |
| Stadler (2015) | DOI 10.1007/978-3-319-16561-5 | Verlag — in v0.4 nur ISBN, ungeprüft |
| Landauer (1991) | DOI 10.1063/1.881299; Heftangabe 44(5) | Verlag |
| Shannon (1948) | DOI 10.1002/j.1538-7305.1948.tb01338.x und 10.1002/j.1538-7305.1948.tb00917.x; Hefte 27(3) und 27(4) | Verlag |
| Berreman (1972) | DOI 10.1364/JOSA.62.000502; Heftangabe 62(4) | Verlag |
| Hempel (1950) | Revue Internationale de Philosophie 4(11), 41–63 | Volltextnachweis über die Sammelbesprechung im Journal of Symbolic Logic |
| Trimmer (1980) | JSTOR 986572 | Verlag — es ist kein DOI vergeben |
| Sparrow (1916) | Bibcode 1916ApJ….44…76S | Volltext im ADS-Archiv |
| Rayleigh (1879) | DOI 10.1080/14786447908639684 | Verlag |
| ISO 12233:2024 | Norm, 5. Ausgabe | ISO-Register — ersetzt ISO 12233:2023; zugleich geänderter Titel: „Digital cameras — Resolution and spatial frequency responses” statt „Photography — Electronic still picture imaging — …” |
| IEC TR 60825-14:2022 (Ed. 2.0) | Norm | IEC-Register |
| IEC 60825-1:2014 Ed. 3.0 + AMD1/AMD2:2017; EN 60825-1:2014 + A11:2021 | Norm | IEC-Register — eine Ausgabe 4 steht auf Stand 30.60 (Abstimmungsende 02.10.2026) und ist nicht veröffentlicht |
| Quelle | Kennung | Status |
|---|---|---|
| Abbe (1873) | Arch. mikrosk. Anat. 9(1), 413–468 | offen — Heft- und Seitenangabe aus der Sekundärliteratur; kein DOI nachgewiesen |
| Schrödinger (1935), Teil III | — | offen — für den dritten Teil ist kein DOI nachgewiesen |
| Goodman, Introduction to Fourier Optics | Auflage und ISBN | offen — Auflage ist vor der Journalfassung festzulegen |
| Kay (1993) | ISBN | offen |
| Green & Swets (1966) | ISBN | offen |
| Krantz et al. (1971) | ISBN des Nachdrucks | offen |
| Tikhonov & Arsenin (1977) | ISBN | offen |
| Born & Wolf; Boyd; Cover & Thomas; Jackson; Mandel & Wolf; Nielsen & Chuang; Pozar; Van Trees; Woodward | Auflage und ISBN | offen — Standardlehrbücher ohne auflagengebundene Textstelle im Beitrag |
| Boltzmann (1905), Mach (1886), Bridgman (1927) | Erstausgaben | offen — Ausgabe nicht am Exemplar geprüft |
| JCGM 100:2008, JCGM 200:2012 | BIPM | offen — Ausgabestand nicht am Dokument geprüft |
| EMVA 1288 Release 4.0 | Norm | offen — gültige Modulbezeichnung nicht am Normtext geprüft |
| Tal, Measurement in Science (SEP) | Fassungsdatum | offen — die SEP wird fortlaufend überarbeitet; Abrufdatum ist nachzutragen |
| Punkt | v0.4 | v0.5 |
|---|---|---|
| Norm für die MTF-Messung | ISO 12233:2023 | ISO 12233:2024, 5. Ausgabe, mit geändertem Titel |
| Leitfaden Laserschutz | IEC TR 60825-14 ohne Jahr | IEC TR 60825-14:2022, Ed. 2.0 |
| Ein-Bit-Quantisierung | arXiv-Preprint als Quelle | Konferenzbeitrag WSA 2010 mit DOI als Primärquelle |
| Kalman (1963) | SIAM Journal on Control | J. Soc. Ind. Appl. Math., Series A: Control — der heutige Zeitschriftenname ist erst der spätere |
| offene Einträge | 25 | 12, fast ausschließlich Auflagen- und ISBN-Fragen |
| geprüfte Einträge | 23 | 50 |