Asymmetrie-Rechner ρ/δ
Wie weit fallen Risikotragung und Verfügung in Ihrem Entscheidungssystem auseinander?
Das Arbeitspapier FORSCH-PROV0443 legt als zweite seiner sechs Grenzen offen, dass ρ und δ dort qualitativ zugeordnet, aber nicht gemessen werden. Dieses Werkzeug schließt die Lücke so weit, wie sie ohne empirische Erhebung zu schließen ist: Es macht die Zuordnung explizit, nachvollziehbar und vergleichbar.
Es ersetzt keine Erhebung. Wer die Regler schiebt, trifft Einschätzungen — das Werkzeug zwingt nur dazu, sie hinzuschreiben, statt sie vorauszusetzen.
δ (delta) = Verfügung — wer bestimmt über Gestaltung und Einsatz
A = Σ |δᵢ − ρᵢ| / 2 · Stabilitätsbedingung: A → 0
Alle Eingaben bleiben im Browser. Es werden keine Daten übertragen, nichts gespeichert, nichts gezählt. Schließen des Fensters verwirft alles.
1Das System benennen
2Träger gewichten
Verteilen Sie für jeden Träger zwei Anteile: wie viel Verfügung δ er über Gestaltung und Einsatz hat, und wie viel Risiko ρ er im Fehlerfall tatsächlich trägt. Die Werte werden anschließend auf je 100 % normiert — Sie müssen nicht im Kopf rechnen.
Was zählt als Risikotragung?
Nur Folgen, die den Träger real erreichen. Ein politisches Risiko, das sich statistisch nie realisiert, ist keines. Konkret zählen:
- Vermögensverlust, Rückforderung, Leistungsentzug
- Registrierung als Betrugsverdacht, Rufschaden
- persönliche rechtliche Zurechnung, Regress
- vertragliche Haftung, soweit sie nicht wegbedungen oder gedeckelt ist
- dienstrechtliche Folgen, soweit sie in der Praxis eintreten
3Bedingungen prüfen
Die acht Architekturbedingungen des Arbeitspapiers. Angekreuzt wird, was im geprüften System tatsächlich eingehalten wird — nicht, was vorgesehen oder beabsichtigt ist.