Selbstreferenz-Linse — v0.1
Entscheidungswerkzeug zur Klassifikation selbstreferentieller Argumente und Prüfung ihrer versteckten Annahmen
ZAHLEN: Voreinstellungs-Werte aus peer-reviewed Quellen (Schwind 2021, Jehle et al. 2021, Ćirković et al. 2010, BKA-Lagebild 2024, Statistik Austria 2024). Bandbreiten konservativ-mittig gewählt; für Politikrelevanz mit oberen/unteren Grenzen erneut rechnen.
PARTNER: keine · Eigenständige Forschungs-Tools
DATUM: 2026-05-13
CLOSURE-TYP: Werkzeug_iterativ_v0 — Funktionalität abgeschlossen, künftige Iterationen erweitern Voreinstellungen und ergänzen Sensitivitäts-Bandbreitenanalyse.
1 · Welche Operation führt das Argument aus?
Welcher Typ Selbstreferenz liegt vor? Wählen Sie die nächstliegende Option.
2 · Welche Annahmen macht das Argument explizit oder implizit?
Mehrfachauswahl. Es geht nicht darum, was wahr ist, sondern was das Argument voraussetzt.
3 · Versteckte Modellierungsentscheidungen
Welche dieser kritischen Entscheidungen wurden im Argument begründet getroffen — und welche nur implizit?
4 · Empirische Sensitivität
Würde das Argument unter alternativen Modellierungsannahmen gegenteilige Schlussfolgerungen produzieren?
5 · Diagnose
Bitte vorherige Schritte ausfüllen.
Methodologie-Anschluss
Wenn keine Selbstreferenz vorliegt (externe Statistik), siehe Schüller 2026e für die Drei-Pfade-Architektur: Begriffshygiene → Verteilungspropagation → Aufenthaltsdauer-Analyse.
Werkzeug-Anschlüsse
- Schatten-Korrektur (Schüller 2026d): Für quantitative Filterkorrektur bei Shadow-Argumenten.
- PDI v2.0+ (Schüller 2026): Für eingebettete SSA-vs-SIA-Modellierungsentscheidungen bei normativer Bewertung.
- WertKompass v3.1: Bewertungsdimension „Enthält der Diskurs selbstreferentielle Argumente, die ihre Annahmenlast verschleiern?".
- ETHOSLAB: Forschungsethik-Vorprüfung bei Studien, die selbstreferentiell argumentieren.
Hintergrund: Die drei selbstreferentiellen Argumentklassen
Detaillierte Diskussion mit Bostrom-SSA-vs-SIA-Debatte, Referenzklassen-Problem, Caves-Prior-Sensitivität: siehe Selbstreferentielle Argumente in der Astrobiologie (Schüller 2026b, v1.1).
- Anthropisches Prinzip (WAP)
- Carter 1973 (IAU Symp. 63); Selektionskorrektur. Methodisch banal.
- Doomsday-Argument
- Carter ~1983, Gott 1993 (Nature 363, doi:10.1038/363315a0). Bayesianische Inferenz aus zeitlicher Position. Methodisch umstritten.
- Anthropic Shadow
- Ćirković, Sandberg & Bostrom 2010 (Risk Analysis 30(10), doi:10.1111/j.1539-6924.2010.01460.x). Kontrafaktische Filterkorrektur. Methodisch sauberer; Effekt-Größe variabel.
Self-Reference Lens — v0.1
Decision aid for classifying self-referential arguments and probing their hidden assumptions
All interactive controls are shared with the German interface; the diagnostic logic is language-independent. Switch back to Deutsch to operate the wizard.
Background: The Three Self-Referential Argument Classes
- Anthropic Principle (WAP)
- Carter 1973 (IAU Symp. 63); selection-effect correction. Methodologically trivial.
- Doomsday Argument
- Carter ~1983, Gott 1993 (Nature 363). Bayesian inference from temporal position. Methodologically contested.
- Anthropic Shadow
- Ćirković, Sandberg & Bostrom 2010 (Risk Analysis 30(10)). Counterfactual filter correction. Cleaner methodology; effect size variable.