Zur Auswahl der Testverfahren wurden vorab vier Kriterien festgelegt: Reproduzierbarkeit unter Laborbedingungen, dokumentierte Messunsicherheit, Verfügbarkeit einer Normreferenz und Anwendbarkeit auf Chargen unter 50 Gramm. Diese Kriterien wurden vor Sichtung der Kandidatenverfahren fixiert.

Geprüft wurden fünf Verfahren. Verfahren A wurde verworfen, weil die dokumentierte Messunsicherheit von 12 Prozent laut Herstellerangabe die Toleranzgrenze überschreitet. Verfahren B wurde verworfen, da keine Normreferenz existiert; die Prüfung nach DIN EN ISO 17025 ist damit nicht möglich. Verfahren C wurde verworfen, weil es erst ab Chargen von 500 Gramm anwendbar ist.

Verblieben sind Verfahren D und E. Nach Angaben der Vergleichsstudie von Bauer und Klein (2023, doi:10.1000/example) erreicht Verfahren D eine Wiederholpräzision von 3,2 Prozent, Verfahren E eine von 4,1 Prozent. Beide liegen innerhalb der vorab definierten Toleranz.

Die Materialkosten betragen laut Preisliste des Herstellers 340 Euro je Messreihe für D und 280 Euro für E. Bei zwölf geplanten Messreihen ergibt das 4.080 Euro beziehungsweise 3.360 Euro, also eine Differenz von 720 Euro.

Empfehlung: Verfahren E, mit der Einschränkung, dass die geringere Präzision bei Chargen unter 20 Gramm nicht validiert ist. Diese Lücke ist vor Anwendung zu schließen.
