Werkstatt-Werkzeug · Quanten · Modul Q1

DUALITAS

lat. dualitas — die Zweiheit; hier: eine, die keine Wahl zwischen zwei ist

Jede Detektion ist ein Punkt. Das Muster aus vielen Punkten ist aber nicht die Summe zweier Einzelspalte. Beide Beschreibungen erfassen einen Teil — und keine den ganzen Befund.

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Was hier nicht steht: Diese Rechnung liefert Wahrscheinlichkeiten für Messergebnisse. Was zwischen Quelle und Schirm geschieht, steht nicht im Formalismus. Sätze wie „das Teilchen geht durch beide Spalte" oder „der Beobachter entscheidet" sind Deutungen — und Kopenhagen, Viele-Welten, Bohm und QBism sagen alle dasselbe voraus.

Gleichungen

Amplituden addieren, nicht Intensitäten
P(x) = |ψ₁(x) + ψ₂(x)|² = I_env(x) · (1 + V·cos δ)/2
M1 würde stattdessen ½(I₁ + I₂) vorhersagen — ohne Interferenzterm.
Komplementarität (Englert 1996)
V² + D² ≤ 1  — Gleichheit bei idealer Messung
Modellvergleich
Δ = Σᵢ [ log P(xᵢ) − log P_klass(xᵢ) ]
Positiv spricht für die Quantenvorhersage. Belastbar erst, wenn Δ die Streuung deutlich übersteigt.
Forschungsnotiz: FN-Quanten-Dualitas-v0.1-2026-05-17.md
Praxis-Erklärung: PRAXIS-Dualitas.md
Anschluss: M2 Optische Mechanik, M3 Schwingung, M1 Signalkette, 01 Doppelspalt
Quellen: Jönsson (1961), Tonomura et al. (1989), Englert (1996), Scully & Drühl (1982)