Werkstatt-Werkzeug · Wahrnehmung · Modul L4

MOTUS

lat. motus — die Bewegung; hier: die erzeugte

Ein Film enthält keine Bewegung, sondern Einzelbilder. Bewegung entsteht im Betrachter — und sie kann sogar ganz ohne Reiz entstehen, allein aus seinem Zustand.

—
——
—
—
—
—
—
—

Gleichungen

Kortes Gesetz (1915)
SOA_opt = 30 ms + 15 ms/Grad · s
Fenster: 0.35 bis 3.2 × SOA_opt. Außerhalb: Gleichzeitigkeit bzw. Nacheinander.
Ratio-Modell des Nacheffekts
P = (r↑ − r↓) / (r↑ + r↓) ·  a(t) = a_max·(1 − e^(−t/τ))
Bei statischem Reiz ohne Adaptation: r↑ = r↓ → P = 0. Nach Adaptation kippt das Verhältnis.
Gestaltfaktoren erweitert (aus L6)
p = s(dx) / (s(dx) + s(dy)·(1 + β·w_ähnl + γ·w_Bew))
β = 1.8  ·  γ = 6.0  →  gemeinsames Schicksal wiegt 3,3-mal schwerer
Forschungsnotiz: FN-Wahrnehmung-Motus-v0.1-2026-05-17.md
Praxis-Erklärung: PRAXIS-Motus.md
Strang-Module: 02, L1, L2, L3, L5, L6 — Strang vollständig
Quellen: Wertheimer (1912), Korte (1915), Adams (1834), Adelson & Bergen (1985)