Doughnut — sicherer und gerechter Raum
Indikatoren am Ende des Laufs
Zeitreihen
Modell-Annahmen
Agenten: 300 Haushalte (Einkommen/Vermögen log-normal), 30 Unternehmen (Umsatz, Emissionen, Material), 5 Banken (Kredit, Reserve), 1 Zentralbank, 1 Staat (Steuern, SWF), 1 Atmosphäre.
Tick: 1 Quartal. Ablauf: Produktion → Emission → Steuern → Transfers → Geldpolitik → Umwelt-Update → Doughnut-Berechnung.
Grenzen: Keine Außenwirtschaft, kein Arbeitsmarkt-Matching, keine räumliche Dynamik, keine politische Ökonomie (Reformen gelten als beschlossen). Kipppunkte sind als Schwellen modelliert, nicht als gekoppeltes Erdsystem.
Skalierung: 300 Haushalte/30 Unternehmen sind eine Miniatur; ein Repräsentativitäts-Faktor (8,3·10⁵) rechnet auf globale Größen hoch. Kalibriert gegen ~40 Gt CO₂/Jahr (BAU) und Airborne Fraction 0,5. Der BAU-Pfad ergibt ~2,7 ppm/Jahr (real ~2,4).
Ozeanversauerung ist bewusst träge: Der Indikator startet 2026 bereits über der Decke (Ω 2,84 vs. Grenze 2,86; Findlay et al. 2025). Auch starke Reform-Pfade holen ihn in 20 Jahren nicht zurück — kein Modellfehler, sondern die Aussage der Primärquelle: eine überschrittene Grenze ist nicht kurzfristig reversibel. Ohne Netto-Negativ-Emissionen (im Modell nicht abgebildet) bleibt der Ring hier offen.
Methodische Anker (Spec §1)
Epstein & Axtell 1996 (Sugarscape) · Beinhocker 2006 · Arthur 2015 · Farmer 2024 · Raworth 2017 (Doughnut-Indikatorik) · Richardson et al. 2023, DOI 10.1126/sciadv.adh2458 · Findlay et al. 2025, DOI 10.1111/gcb.70238 (Ozeanversauerung als 7. Grenze).