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Evidenzmatrix A–E / Evidence Matrix A–E

FORSCH-PROV0445 · v3.7 · 2026-10-20

Skala / Scale: A gesichert/established · B gut gestützt/well supported · C plausibel testbar/plausible testable · D spekulativ/speculative · E widersprochen-verworfen/contradicted-rejected

1. Physik, Chemie, Modelle / Physics, chemistry, models

Aussage / Statement Grad Begründung / Rationale
Biologische Systeme brauchen dynamische, mehrskalige Modelle A methodisch breit akzeptiert
Denaturierung und Aggregation sind verwandte Zustandsprozesse A verwandt, nicht identisch
Labgerinnung und Alzheimer sind derselbe Mechanismus E molekular klar verschieden
Milchproteine können in vitro amyloidartige Fibrillen bilden A/B in vitro belegt
Artübergreifende pathologische Proteinübertragung ist möglich A BSE/vCJK als Sonderfall
Milch ist relevanter BSE-Übertragungsweg E nicht gestützt
Fettleber wird direkt zum Thrombus E gemeinsame Risikomechanismen statt direkter Kette
Natürliche Evolution ist zielgerichtet E kein vorgegebenes Ziel
Atome sind klassische Kugeln E Vereinfachung

2. Tier, Produktion, Produkt / Animal, production, product

Aussage / Statement Grad Begründung / Rationale
Hochleistungszucht verändert Kuhbiologie und Milchmerkmale A gut belegt
Tiergesundheit verändert Milchproteom/-metabolom A Mastitis, Ketose, Energiebilanz
Hitzestress senkt Milchproteinsynthese über Futteraufnahme hinaus A (Tier) Zeng 2026, n = 18 Kühe, p < 0,001
MUN korreliert negativ mit Stickstoffeffizienz (Herdenebene, r = −0,43) A (Tier) Meta-Analyse 48 Arbeiten
MUN ist auf Einzeltierebene ein brauchbarer Effizienzmarker D Korrelationen −0,01 bis 0,06; genetische Korrelation < |0,12|
Belastung der Kuh als gezielte epigenetische Botschaft E keine Evidenz
Milk Amyloid A = Alzheimer-Amyloid E verschiedene Proteine
Milchprodukte sind physiologisch keine einheitliche Exposition A Matrix- und Verarbeitungseffekte
Produktmatrix beeinflusst Verdauung und Lipidantwort A Human-RCT-Evidenz
Intakte Matrix verändert LDL gegenüber Butter B Rosqvist 2015: +0,04 vs. +0,36 mmol/l
Gewöhnliche Milch verursacht generell Fettleber E nicht gestützt
Milch verursacht generell Endothelschaden E/D kein konsistentes Humanmuster
Milch verhindert generell Calciumaufnahme E nicht gestützt

3. Stickstoff / Nitrogen

Aussage / Statement Grad Begründung / Rationale
MUN ist Marker des Stickstoffstoffwechsels der Kuh A etabliert
MUN ist belastbarer Umweltindikator A ~72 % des N über Kot und Harn; Zielwerte 8–14 mg/dl
Pansenammoniak → Milch → menschliche Hyperammonämie E/D quantitativ unplausibel (EER)
Ammoniak ist neurotoxisch bei relevanter Hyperammonämie A z. B. hepatische Enzephalopathie
MUN selbst ist relevantes menschliches Neurotoxin E Dosis winzig gegenüber endogenem Umsatz
Milch erhöht typischerweise Harnsäure E Daten in Gegenrichtung

4. Kandidatenmoleküle / Candidate molecules

Aussage / Statement Grad v1.3 Grad v3.0 Begründung
Milchpeptide können im Plasma erscheinen C C 108 Studien, 102 mit Nachweis; inkonsistent, gering
Milchpeptide verursachen Aβ/Tau-Aggregation beim Menschen D/E D/E nicht belegt
Bovine miRNA reguliert systematisch menschliche Gehirngene D/E D/E widersprüchlich
Nahrungs-Oxysterole werden systemisch aufgenommen A/B A/B PMID 12562864
Milch-Oxysterole verursachen Alzheimer D D EER ungünstig; Gehalte in Käse/Pulver unquantifiziert
Nahrungs-AGEs erscheinen teilweise systemisch B B für definierte Derivate
Milch-AGE-Dosis relevant für Insulinresistenz/Gefäßfunktion C D 4-Wochen-RCT ohne Effekt bei 2,7–5,3-facher Differenz
AGE/RAGE-Effekt ist milchspezifisch D D (bestätigt) Sojagetränk: CML 60,8 → 143,9 mg/kg Protein über 6 Mon.
MFGM/Milchpolarlipide senken TC/LDL C→D B SRMA 2026 TC −0,18 mmol/l; Meta 2024 SMD −0,259
MFGM beeinflusst Kognition beim Erwachsenen C→D D RCT n = 263, Nullbefund objektive Kognition
MFGM wirkt akut postprandial auf Triglyceride nicht geführt E Crossover n = 12: iAUC ohne Unterschied
MFGM beeinflusst proteostatische Endpunkte C→D D nie gemessen
Leucin/Molke hemmt Autophagie über mTORC1 (Mensch) C C Schwelle ~300 µM; Hirn-EER Datenlücke
Spermidin verbessert Kognition D D SmartAge-RCT negativ
Milchfett moduliert Mitochondrien beim Menschen D D keine Humanevidenz

5. Mikrobiom / Microbiome (neu)

Aussage / Statement Grad Begründung
Milchinterventionen verändern die bakterielle Diversität C (geringe Effekte) SR 2020: mit einer Ausnahme keine Änderung; eine Studie zeigte Abnahme
Kefir verändert das Firmicutes/Bacteroidetes-Verhältnis E SR 2026, 8 Humanstudien: kein signifikanter Effekt
Fermentierte Milch senkt CRP C Meta-Analyse 14 Studien; IFN-γ erhöht; IL-6/10/12 ohne Effekt
Gemischte fermentierte Kost erhöht Diversität und senkt Entzündung B für Fermentklasse Cell 2021
Dieser Effekt ist milchspezifisch D Intervention mischte Milch- und Pflanzenfermente
MFGM-Milch verschlechtert Endotoxämie E Crossover gegen Sojalecithin: kein Nachteil
Mikrobiom-Gehirn-Achse Milch → Kognition beim Menschen D keine Humanstudie mit kognitivem Endpunkt
Genereller „leaky gut" durch Milch D/E nicht belegt

6. Alterung und Clearance / Aging and clearance

Aussage / Statement Grad Begründung
Proteostase-Kapazität sinkt beim Menschen mit dem Alter B CMA/LAMP2A humaner Muskel, Fibroblasten
Autophagie-Abnahme kausal für Demenz beim Menschen C nur indirekt
NAD⁺-Anhebung durch NR/NMN A RCT, dosisabhängig
Klinisch-kognitiver Nutzen von NAD⁺-Precursoren D Endpunkte n.s.; kein Demenzendpunkt
Senolytika D+Q sicher, machbar, ZNS-penetrant B SToMP-AD, STAMINA
Senolytika D+Q wirksam gegen AD D kein RCT-Wirknachweis
Glymphatische/BBB-Clearance sinkt mit Alter (Mensch) B MT-ASL, DP-ASL, FDG-PET 2025 (teils Preprints)
40 % Clearance-/27 % Pulsatilitätsverlust im Alter B (nur Maus) Kress/Iliff 2014; nicht übertragbar
Spät beginnende AD beinhaltet verminderte Aβ-Clearance A–B PMID 21148344
Schlaf/SWS moduliert Aβ/Tau-Dynamik beim Menschen B +~5 % Aβ nach einer Nacht Schlafentzug; SWS senkt CSF-Aβ/Tau
Nichtlineare Aβ/Tau-Beschleunigung mit Alter B Mayo (68–72 J), BIOCARD (49–52 J), AFT-Modell
Simultaner Kipppunkt aller Reparatursysteme C (stark: D) kein Simultan-Kollaps belegt
Milchprodukt X senkt direkt menschliche Aβ-Clearance D kein Nachweis
Hypertonie erhöht BBB-Permeabilität beim Menschen B DCE-MRT, n = 59 vs. 21

7. Krankheitsendpunkte / Disease endpoints

Aussage / Statement Grad Begründung
Demenz ist ausschließlich Alzheimer E gemischte Pathologien häufig
Vaskuläre Schäden tragen erheblich zu Demenz bei A stark belegt
Hohes Midlife-LDL ist modifizierbarer Demenzrisikofaktor B Lancet Commission 2024, 7 % PAF
Ernährung wirkt eher über vaskulär-metabolische Knoten als über Aβ/Tau B/C aktuelle Arbeitsrichtung
Milch/fermentierte Milch/Butter zeigen Demenzschadenssignal E Neurology 2026: keine Assoziation
Fettreicher Käse ist kausal demenzprotektiv D inverse Assoziation, beobachtend
„Mehr Milchfett → mehr Demenz" als universelle Theorie E widerlegt
Plasma-LDL gelangt frei ins Gehirn E eigenes Kompartiment
Peripheres 27-OHC kann ins Gehirn gelangen A direkte Humanflussmessungen
Gehirn ist absichtlicher Auslagerungsort E keine Evidenz
Gesamtarchitektur Kuhzustand→Matrix→Exposition→Gefäß/Stoffwechsel→Clearance→Demenz C stärkste verbliebene Gesamthypothese

8. Biomarker und Kausalinferenz / Biomarkers and causal inference (neu)

Aussage / Statement Grad Begründung
15:0 ist spezifischer Milchfettbiomarker B r = 0,4–0,7 mit Selbstauskunft
17:0 ist spezifischer Milchfettbiomarker C auch Ballaststofffermentation, endogene α-Oxidation
15:0/17:0 invers mit Gesamt-CVD B RR 0,88 bzw. 0,86, 18 Studien
15:0/17:0 invers mit T2D B −20 %/−35 %, 16 Kohorten gepoolt
15:0/17:0 assoziiert mit Gesamtmortalität E kein Zusammenhang
15:0/17:0 → Demenz Datenlücke keine Kohorte auffindbar
LCT-Instrument ist stark (F = 515–3887) A EPIC-InterAct u. a.
LCT-Instrument misst Käse/Butter/Sahne E nur unfermentierte Trinkmilch
MR: Trinkmilch → Kognition C (inkonsistent) MMSE null in 2/3 Kohorten
MR: Trinkmilch → Mortalität B (Nulleffekt) zwei Kohorten, n = 82.964 bzw. Malmö
MR: Trinkmilch → AD C invers in Zweistichproben-MR; Survival-/Diagnosebias möglich
MR-Ergebnisse sind reine Milchmengeneffekte E immer Substitutionseffekte; Mikrobiompfad über Kolon-Laktose

9. Produkt × Endpunkt (Langzeit) / Product × endpoint

Produkt All-cause Demenz Alzheimer Vaskuläre Demenz Schlaganfall LDL/ApoB Blutdruck T2D Mortalität
Milch (Trinkmilch) E/D (keine Assoz.) C (MR invers, Du null) C (null) Datenlücke Datenlücke Datenlücke Datenlücke B (MR null)
UHT-Milch Datenlücke Datenlücke Datenlücke Datenlücke Datenlücke Datenlücke Datenlücke Datenlücke
Joghurt/Kefir E/D (keine Assoz.) Datenlücke Datenlücke Datenlücke Datenlücke Kefir-Meta 2025 existiert, nicht eingesehen Datenlücke Datenlücke
Käse fettreich (>20 % Fett) C (HR 0,87, beobachtend) C (invers nur APOE-ε4-Nichtträger, HR 0,87) C (HR 0,71) Datenlücke B (Matrixeffekt) Datenlücke Datenlücke Datenlücke
Käse mager E/D (keine Assoz.) Datenlücke Datenlücke Datenlücke C Datenlücke Datenlücke Datenlücke
Butter E/D (keine Assoz.) D, Prüfvermerk (≥40 g/d höheres AD-Risiko nur aus Sekundärquelle) Datenlücke Datenlücke B (+0,36 mmol/l vs. +0,04 Sahne) Datenlücke Datenlücke Datenlücke
Sahne fettreich (>30 % Fett) C (HR 0,84, 16 % geringeres Risiko) C (invers) C (invers) Datenlücke B (+0,04 mmol/l) Datenlücke Datenlücke Datenlücke
Milchpulver Datenlücke Datenlücke Datenlücke Datenlücke B (MFGM-angereichert senkt TC/LDL vs. Reisstärke — nicht matrixgleich) Datenlücke Datenlücke Datenlücke
Milchfett gesamt (Biomarker 15:0/17:0) Datenlücke Datenlücke Datenlücke B (CVD RR 0,88/0,86) – – B (−20 %/−35 %) E (kein Zusammenhang)

Verbleibende Datenlücken in dieser Matrix: 38 von 72 Zellen.

10. APOE-Interaktionen / APOE interactions

Befund Design Grad Anmerkung
APOE-ε4 erhöht Alzheimerrisiko – A gut belegt
APOE-ε4 verschiebt Biomarker-Onset ~6 J früher BIOCARD; AFT-Modell B Amyloid 6,1 J, Tau 2,6 J
APOE-ε4 × Insulinresistenz beeinflusst BBB-Integrität Querschnitt n = 196 B Padovani 2025, TyG-Index
APOE-ε4 modifiziert Käse-AD-Assoziation Kohorte n = 27.670 C (eher D bis Replikation) p-Interaktion 0,014; Einzelstudie, multiple Tests, keine Replikation
APOE-ε2 ohne AD: ~28-fach höhere Odds schwerer CAA bei hoher Plaque-/Tangle-Last Neuropathologie-Kohorte B PMID 41566952
APOE4-Hochfettdiät-Interaktion (Insulinresistenz, mTOR) SRMA Tiermodell nicht übertragbar Target-Replacement-Mäuse
Astrozytäres APOE4 schädigt BBB Tiermodell, intravital B (Maus) PMID 34957486
APOE × Milch/Fett in RCTs – Datenlücke nicht gefunden

11. Transdisziplinäre Ebenen / Transdisciplinary layers

Aussage Grad Begründung
Milchnutzung ist kulturell älter als Lactasepersistenz A Evershed 2022; Variante ab 4700–4600 v. Chr., häufig erst ~1000 v. Chr.
Das Ausmaß der Milchnutzung erklärt die Selektion auf Lactasepersistenz E widerlegt
Hungersnot und Pathogendruck erklären die Selektion besser C Modellinferenz, nicht experimentell
Kuhmilch hat höhere THG-, Land- und Wasserlast pro Liter als Pflanzendrinks A Poore & Nemecek 2018
Dieser Vorsprung bleibt pro Gramm Protein gleich groß E pro Protein verringert sich der Abstand zu Soja deutlich
Pflanzliche Produkte dürfen in der EU nicht „Milch"/„Käse" heißen A EuGH C-422/16
Ernährungs-RCTs mit Demenzendpunkt sind praktisch durchführbar E Inzidenz, Adhärenz, Verblindung, Substitution
Industriefinanzierung beeinflusst die Schlussfolgerung von Ernährungsstudien B Lesser 2007 OR 7,61; Sacks 2020 55,6 % vs. 9,7 %
Industriefinanzierung beeinflusst die Ergebnisrichtung in der Milchforschung C Chartres 2020 RR 0,26 (0,04–1,87) n. s.; Mishali 2019 n. s. — beide direkten Prüfungen nicht signifikant
Industriefinanzierung verschiebt die Effektgröße in der Milchforschung B Chartres 2020: HR-Verhältnis 0,80 (0,66–0,97), p = 0,03
Autoren-Interessenkonflikte werden schlechter offengelegt als Projektfinanzierung A 29,6–90,1 % gegenüber 54–95 %
Industriekennzeichnung senkt die Qualitätsbewertung durch Leser unabhängig vom Inhalt A Kesselheim 2012, randomisiertes Vignettenexperiment, > 500 Internisten
Lahmheitsprävalenz Milchkühe weltweit ≈ 23 % A Thomsen 2023, 53 Studien, 414.950 Kühe
Ein Haltungssystem ist dem anderen bei Lahmheit und Mastitis durchgängig überlegen E EFSA AHAW 2023: keine wesentlichen Systemunterschiede
Milchleistung oder Herdengröße erklären Tierwohlunterschiede Datenlücke EFSA AHAW 2023 fand keine klaren Zusammenhänge und musste auf Expertenwissen ausweichen
Nutzungsdauer österreichischer Milchkühe ≈ 4 Jahre A ZuchtData 2025, 437.621 Kontrollkühe
Kalbtrennung erfolgt konventionell meist in den ersten 12 Stunden C Otten 2025, Expertenbefragung, 21 Antwortende
Kuhgebundene Aufzucht verbessert das Tierwohl C Rademann 2025 zeigt Vorteile, aber 100 % Biobetriebe in der Kontaktgruppe (Konfundierung)
Selektives Trockenstellen halbiert den Antibiotikaeinsatz ohne Eutergesundheitsnachteil B Weber 2021, RR 1,02 (0,94–1,11)
Direkte statistische Assoziation Tierverbrauch → Resistenz beim Menschen E (nicht berichtet) JIACRA IV belegt nur den indirekten Pfad
Milch ist international als BSE-sichere Ware eingestuft A WOAH Terrestrial Code Kap. 11.4, Art. 11.4.2, Eintrag 1
Der einzige zugelassene kognitionsbezogene Claim über Milch läuft über Jod A VO (EU) 432/2012, EFSA 2010;8(10):1800
β-Casomorphine verursachen bei oraler Aufnahme Erkrankungen E EFSA DATEX-Bericht 231 (2009): kein Ursache-Wirkungs-Zusammenhang
Substitution: der Substituent bestimmt das Vorzeichen des Milcheffekts A Kiesswetter 2024, 15 Kohorten, GRADE moderat
Sojagetränk statt Kuhmilch senkt LDL B Erlich 2024, 10 RCTs n = 312, GRADE hoch, −0,19 mmol/l
Calcium ist der limitierende Nährstoff beim Milchersatz E (nicht belegt) Lawrence 2025: Calcium nicht modelliert (angereichert angenommen); Riboflavin, B12, Jod, Protein modelliert
B-Vitamin-Supplementierung verbessert die Kognition E Ford & Almeida 2019, 31 RCTs
MIND-Ernährung verbessert die Kognition im RCT E Barnes 2023, n = 604, primärer Endpunkt null
Milchpreisdruck ist die Ursache hinter Leistungszucht und Stoffwechselbelastung C Kapitel 20.2/20.3 belegen den ökonomischen Rahmen, nicht die Kausalkette

12. Änderungen gegenüber v1.3 / Changes vs. v1.3

Position v1.3 v3.0 Grund
PMID 42398769, 42251897, 41887515 nicht auffindbar, gesperrt verifiziert Zugriffsproblem, kein Zitationsfehler
MFGM-Lipidwirkung C→D B SRMA 2026
MFGM-Kognition C→D (Quelle fehlte) D (neue Begründung) RCT-Nullbefund n = 263
MFGM akut postprandial nicht geführt E Crossover n = 12
AGE/RAGE Milchrelevanz C, Rang 2 D, Rang 6 Dosisvergleich + Sojakontrolle
Mikrobiom-Gehirn-Achse Milch nicht geführt D keine Humanstudie
Fermenteffekt nicht geführt B (Klasse) / D (Milch) Cell 2021 mischte Quellen
15:0/17:0 → CVD/T2D nicht geführt B Trieu 2021, Imamura 2018
15:0/17:0 → Demenz nicht geführt Datenlücke keine Kohorte
MR Trinkmilch → Mortalität nicht geführt B (null) zwei Kohorten
Hitzestress-Proteom D A (Tier) Zeng 2026
MUN als Umweltindikator nicht geführt A Meta-Analyse + N-Bilanz
AHA-Statement „Brain Health" zitiert gestrichen existiert nicht
Lactasepersistenz-Selektion durch Milchnutzung implizit angenommen E Evershed 2022
Substituent bestimmt Vorzeichen nicht geführt A Kiesswetter 2024
Sojagetränk senkt LDL gegenüber Kuhmilch nicht geführt B Erlich 2024 (BMC Med), 10 RCTs n = 312, GRADE hoch; Förderung United Soybean Board
Limitierender Nährstoff beim Milchersatz angenommen: Calcium B12 und Jod Lawrence 2025 (Verzehrmodellierung); Mikrosimulation: Salomé 2025
β-Casomorphin-Strang nicht geführt E EFSA DATEX 2009
B-Vitamine und Kognition nicht geführt E Ford & Almeida 2019
MIND-RCT nicht geführt E Barnes 2023
Milch als BSE-Weg E (mechanistisch) E (auch regulatorisch) WOAH Safe Commodity
Industriefinanzierung Ergebnisrichtung Milch Datenlücke C zwei Nullbefunde
Tierwohlkennzahlen Datenlücke A/B/C je Kennzahl EFSA AHAW 2023, Thomsen 2023, ZuchtData 2025
PMID 38718740 als APOE4 × Insulinresistenz × BBB geführt Fehlbelegung, gestrichen Nummer gehört zu Libri 2024
PMID 40201593 nicht verifiziert aufgelöst Yin XS 2025, n = 483
PMID 34250935 nicht verifiziert aufgelöst Lotan 2021, AGE-RCT mit kognitivem Endpunkt
Umweltvorteil pflanzlicher Drinks je Nährstoffeinheit implizit angenommen E für Hafer/Mandel Proteingehalt 0,46 bzw. 1,02 g/100 ml

13. Änderungen v3.0 → v3.1 / Changes v3.0 → v3.1

Aussage / Statement v3.0 v3.1 Beleg / Basis
Substituent bestimmt Vorzeichen — kardiometabolische Endpunkte A A (unverändert) Kiesswetter 2024, 15 Kohorten
Substituent bestimmt Vorzeichen — Demenzendpunkt A (ohne Einschränkung) C, eine Kohorte Du 2026; Methode etabliert, Befund nicht repliziert
Substitution Milchprodukt → Pflanzendrink mit Demenzendpunkt Lücke keine Analyse gefunden (kein Beleg der Nichtexistenz) Recherche 14.10.2026, Datenbanken teils gesperrt
Substitution Käse/Sahne → anderes Lebensmittel, Demenz Lücke C Du 2026
Substitution rotes Fleisch → fettarme Milchprodukte, Demenz Lücke C (Primärtabelle ungeprüft) Li 2025
Umgekehrte Substitution (Lebensmittel → Milchprodukte), CDR Lücke C, Nullbefund geringer Präzision Ortega 2024
Getränke-Substitution, Demenz Lücke nicht bewertbar (milchspezifische HR fehlt) Kim 2026
Butter → Olivenöl, Demenz-Mortalität Lücke C, nicht signifikant (Sekundärquelle) Tessier 2024
Sojagetränk-Kategorie und Demenz (UK Biobank) nicht geführt D (Kategorienanalyse, Konfundierung) Deng 2023
Soja-Kategorie und Gesamtmortalität nicht geführt B (Mortalität) Zhou 2023
PDI/hPDI und Milchfrage nicht geführt D Meta-Analyse 2026, PMID 41564649
Vitamin-B12-Starkform (B12 vermittelt Milcheffekt auf Demenz) C D Ford & Almeida 2019 (kognitive Wirksamkeit E), keine Substitutionsdaten mit B12-Adjustierung
Erlich LDL 17 RCTs (Gesamtübersicht) LDL aus 10 von 17 RCTs, n = 312 Primärseite BMC Med
Lawrence 2025 Mikrosimulation Verzehrmodellierung Recherchebericht

14. Änderungen v3.1 → v3.2 / Changes v3.1 → v3.2

Aussage / Statement v3.1 v3.2 Beleg / Basis
Milch als Getränk und Demenz, europäische Kohorten nicht gesondert geführt B (Nullbefund) Du 2026 (≥ 500 g/d HR 0,95 und 1,11, n. s.), Ortega 2025 MR, Villoz 2024 (sekundär)
Fettreicher Käse invers assoziiert C C (unverändert); ohne Ernährungsumstellung HR 0,89 (0,77–1,02) n. s. Du 2026
Käse → Milch: höheres Demenzrisiko C C mit Vorbehalt: Methodenteil führt Milch nicht als Ersatz Du 2026, eFigure 4 ausstehend
Milch → Pflanzendrink, Demenz keine Analyse gefunden unverändert: keine gefunden; Scopus, WoS, medRxiv nicht durchsucht Prüfbericht 19.10.2026
Zhou 2023 Zeile in der Demenztabelle Randnotiz, kein Demenzendpunkt (Mortalität B) PMID 36803883
Ortega 2024 CDR-Nullbefund C, PMID unbestätigt CDR-Nullbefund C, PMID bestätigt (sekundär) PMID 38388110
Tessier 2024 Butter → Olivenöl C, Sekundärquelle C, Primärtext: nicht signifikant; HR aus korrigierter Abb. 2 offen PMID 38916897
Li 2025 fettarme Milchprodukte C, Primärtabelle ungeprüft C/D: KI fehlt, Editors' Note ungelesen PMID 42546256
Sojagetränk-Kategorie, Demenz (Deng 2023) D D (Prüfbericht ordnete C zu; bei D belassen: Selbstselektion, keine Dosis, Adjustierung unbekannt) PMID 37677911

15. Änderungen v3.2 → v3.3 (20.10.2026)

Aussage v3.2 v3.3 Beleg
Li 2025: Fisch/Geflügel statt verarbeitetes Fleisch, Demenz Sekundärquelle primär bestätigt (HR 0,72 und 0,84) PMC11735148
Li 2025: Ersatz durch fettarme Milchprodukte C/D, KI fehlt C/D unverändert: HR nur in eTable 9/Abbildung PMC11735148
Getränke-Substitution (Kim 2026), Milch nicht bewertbar keine Aussage möglich: Milch ist laut Abstract kein untersuchtes Getränk PMID 41314057
Tessier 2024 Butter → Olivenöl C C unverändert; Abb. 2A unkorrigiert abgelesen: Butter HR 1,00 (0,92–1,08), vorläufig PMID 38709531, 38916897