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Sub-Populations-Dynamik · Sinneskanäle · Generationenlernen · Soziale Transmission
Simulation
Analyse
Theorie
40
Population
0
Woche
—
Effekt. Stim.
—
∅ FID (m)
Welt-Simulation bereit
adult juvenil (Lernfenster) habituiert Predator Stimulus aktiv
Populationsverlauf
Habituationsverlauf
Generations-Lernfortschritt
FID — Sub-Population

Vergleich der Sinneskanäle

Diese Tabelle synthetisiert die Befunde aus der Forschungsrecherche zu den verschiedenen sensorischen Steuerungsansätzen. Die Werte sind theoretische Schätzwerte basierend auf der Literatur und werden durch die Simulation parametrisch durchgerechnet.

Kanal Initialeff. Hab.rate Var.bonus Spezies-Spez. Wien-Tauglichkeit Artenschutz

Vergleichende Verwilderungsbiologie

Die folgende Matrix zeigt zentrale Eigenschaften synanthroper Arten, die für Steuerungsdesign relevant sind. Quelle: Synthese aus Wilkins et al. 2014, Gering et al. 2019, Carlen et al. 2021, Harpak et al. 2021.

Achse Taube Hund (Streuner) Katze (verwildert) Wanderratte
Domestikation ~5.000 J.~15–40.000 J.~9.500 J.nicht domestiziert
Domest.-Syndrom ausgeprägtstark, modulargeringn/a
Neophobie niedrig mittelmittel-hoch sehr hoch
Soziales Lernen hoch sehr hochgeringmittel
Generationsdauer ~1 Jahr~3 Jahre~2 Jahre~3 Monate
Hebel-Sinneskanal Vis. (UV/Flick.), Olfakt. Olfakt., akust. Akust. (US), Vibration Olfakt., gustatorisch
Kontrollpraxis Brutkontrolle (Basel) Sterilisation, Adoption TNR Toxizide, Fallen

Habitat-Gradient: was sich ändert

Die FID (Flight Initiation Distance) ist die schnellste phänotypische Reaktion auf Selektionsdruck. Werte aus Literatur:

HabitatFID (Tauben)Pop.dichtePredator-DruckVerhalten
Stadt (hoch)~1–2 msehr hochniedrigneophil, fast zahm
Vorstadt~3–6 mmittelmittelmoderat scheu
Land~8–15 mniedrigmittel-hochscheu
Wildnis (Felsentaube)~20–40 msehr niedrighochwild-typisch

Was SCHWARMWERK v0.2 modelliert

Diese Simulation ist nicht eine prädiktive Modellierung mit empirisch validierten Parametern. Sie ist ein theoretisches Werkzeug, um die Interaktion mehrerer Mechanismen explorativ durchzuspielen, die in der realen Forschung gut belegt sind, aber selten gemeinsam betrachtet werden.

Mechanismus 1 — Individuelle Habituation

Klassisch dokumentiert: Wiederholte Exposition mit konstantem Reiz führt zu reduzierter Reaktion. Im Code modelliert als p.hab += baseRate × (1 − stimVar × σ) pro Exposition.

Mechanismus 2 — Soziale Transmission

Lefebvre und Giraldeau (1980er-2000er) haben bei Tauben kulturelle Diffusion neuer Verhaltensweisen empirisch nachgewiesen. Aber: Scrounger lernen weniger als Tutor-Beobachter, weil Ressourcenkonkurrenz Beobachtungslernen stört. In SCHWARMWERK: jede Taube hat einen "Beobachtungsradius" um nahegelegene Habituations-Werte teilweise zu adoptieren — moduliert durch Producer/Scrounger-Rolle.

Mechanismus 3 — Generationen-Lernfenster

Junge Tauben (juveniles) befinden sich in einem kritischen Lernfenster (~6–12 Wochen). Was sie hier lernen, prägt sie tendenziell stärker und länger. Wenn Generations-Inokulation aktiviert ist, lernen Juveniles mit erhöhter Rate und übertragen ihre Aversion mit erhöhter Wahrscheinlichkeit weiter.

Mechanismus 4 — Sub-Populations-Differenzierung

Die Simulation unterteilt das Welt-Modell in Habitat-Quadranten (urban/sub/rural/wild). Tauben in jedem Quadrant haben unterschiedliche Baseline-FID, unterschiedliche Predator-Erfahrung und — wenn Migration aktiv ist — Genfluss. Das modelliert grob die Befunde von Carlen et al. (2021) zur urbanen Tauben-Genetik.

Mechanismus 5 — Sinneskanal-Spezifität

Jeder Stimulus-Kanal hat sieben charakteristische Parameter:

Was die Simulation NICHT modelliert

Bewusste Limitationen:

Das Werkzeug ist für Mechanismus-Exploration gedacht: Welche Kombinationen führen zu welchen qualitativen Mustern? Es ist nicht für Entscheidungsfindung in konkreten Realfällen geeignet.

Wissenschaftliche Quellen

Die Modell-Parameter sind plausible Schätzwerte, basierend auf u.a.:

SCHWARMWERK v0.2 (FORSCH-PROV0464) — Thomas Schüller · Syntagma Forschung · Wien · forschung@tschueller.com · ORCID 0009-0003-9799-6747 · syntagma-science.com · CC BY 4.0