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Diese Tabelle synthetisiert die Befunde aus der Forschungsrecherche zu den verschiedenen sensorischen Steuerungsansätzen. Die Werte sind theoretische Schätzwerte basierend auf der Literatur und werden durch die Simulation parametrisch durchgerechnet.
| Kanal | Initialeff. | Hab.rate | Var.bonus | Spezies-Spez. | Wien-Tauglichkeit | Artenschutz |
|---|
Die folgende Matrix zeigt zentrale Eigenschaften synanthroper Arten, die für Steuerungsdesign relevant sind. Quelle: Synthese aus Wilkins et al. 2014, Gering et al. 2019, Carlen et al. 2021, Harpak et al. 2021.
| Achse | Taube | Hund (Streuner) | Katze (verwildert) | Wanderratte |
|---|---|---|---|---|
| Domestikation | ~5.000 J. | ~15–40.000 J. | ~9.500 J. | nicht domestiziert |
| Domest.-Syndrom | ausgeprägt | stark, modular | gering | n/a |
| Neophobie | niedrig | mittel | mittel-hoch | sehr hoch |
| Soziales Lernen | hoch | sehr hoch | gering | mittel |
| Generationsdauer | ~1 Jahr | ~3 Jahre | ~2 Jahre | ~3 Monate |
| Hebel-Sinneskanal | Vis. (UV/Flick.), Olfakt. | Olfakt., akust. | Akust. (US), Vibration | Olfakt., gustatorisch |
| Kontrollpraxis | Brutkontrolle (Basel) | Sterilisation, Adoption | TNR | Toxizide, Fallen |
Die FID (Flight Initiation Distance) ist die schnellste phänotypische Reaktion auf Selektionsdruck. Werte aus Literatur:
| Habitat | FID (Tauben) | Pop.dichte | Predator-Druck | Verhalten |
|---|---|---|---|---|
| Stadt (hoch) | ~1–2 m | sehr hoch | niedrig | neophil, fast zahm |
| Vorstadt | ~3–6 m | mittel | mittel | moderat scheu |
| Land | ~8–15 m | niedrig | mittel-hoch | scheu |
| Wildnis (Felsentaube) | ~20–40 m | sehr niedrig | hoch | wild-typisch |
Diese Simulation ist nicht eine prädiktive Modellierung mit empirisch validierten Parametern. Sie ist ein theoretisches Werkzeug, um die Interaktion mehrerer Mechanismen explorativ durchzuspielen, die in der realen Forschung gut belegt sind, aber selten gemeinsam betrachtet werden.
Klassisch dokumentiert: Wiederholte Exposition mit konstantem Reiz führt zu reduzierter Reaktion. Im Code modelliert als p.hab += baseRate × (1 − stimVar × σ) pro Exposition.
Lefebvre und Giraldeau (1980er-2000er) haben bei Tauben kulturelle Diffusion neuer Verhaltensweisen empirisch nachgewiesen. Aber: Scrounger lernen weniger als Tutor-Beobachter, weil Ressourcenkonkurrenz Beobachtungslernen stört. In SCHWARMWERK: jede Taube hat einen "Beobachtungsradius" um nahegelegene Habituations-Werte teilweise zu adoptieren — moduliert durch Producer/Scrounger-Rolle.
Junge Tauben (juveniles) befinden sich in einem kritischen Lernfenster (~6–12 Wochen). Was sie hier lernen, prägt sie tendenziell stärker und länger. Wenn Generations-Inokulation aktiviert ist, lernen Juveniles mit erhöhter Rate und übertragen ihre Aversion mit erhöhter Wahrscheinlichkeit weiter.
Die Simulation unterteilt das Welt-Modell in Habitat-Quadranten (urban/sub/rural/wild). Tauben in jedem Quadrant haben unterschiedliche Baseline-FID, unterschiedliche Predator-Erfahrung und — wenn Migration aktiv ist — Genfluss. Das modelliert grob die Befunde von Carlen et al. (2021) zur urbanen Tauben-Genetik.
Jeder Stimulus-Kanal hat sieben charakteristische Parameter:
Bewusste Limitationen:
Das Werkzeug ist für Mechanismus-Exploration gedacht: Welche Kombinationen führen zu welchen qualitativen Mustern? Es ist nicht für Entscheidungsfindung in konkreten Realfällen geeignet.
Die Modell-Parameter sind plausible Schätzwerte, basierend auf u.a.:
SCHWARMWERK v0.2 (FORSCH-PROV0464) — Thomas Schüller · Syntagma Forschung · Wien · forschung@tschueller.com · ORCID 0009-0003-9799-6747 · syntagma-science.com · CC BY 4.0